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Um die Lange der römischen Millie nach neuern Maassenkennen zu lernen, hat man die Entfernungen verschiedenerMilliensteine von einander gemessen, jedoch nicht ganzgleiche Resultate erhalten. Am richtigsten scheint das Ver-hältniss zu sein, wenn man 4694 rheinische Fusse = 500Orömischen Füssen oder 1 Millie annimmt, so dass 1; geo-'graphische Meile = 5 römischen Millien und 191 rheini-schen Füssen, oder 1 Millie = 1 / b geographischen Meile und387e, rheinischen Füssen (beinahe 756 Toiseji) 4 ).
b) Die Leuca, Leuga oder Lega (wovon das jetzige fran-zösische lieue und das englische league) war in Galliengewöhnlich und enthielt 1500 römische Schiitte oder 1%Millie. Das Itinerarium Antonini und die" PeutingerscheTafel berechnen die Entfernungen in Gallien und am Rheingewöhnlich nach Leuken 5 ).
c) Das Stadium — griechischen Ursprungs —"wurde vonden Römern an den Küstengegenden des MittelländischenMeeres gebraucht. Das (olympische) Stadium enthielt 125römische Schritte oder 625 römische Fusse, und 8 Stadienmachten 1 Millie.
d) Milliensteine. Jedes Tausend geometrischer Schritte,eine römische Meile oder Millie, wurde durch einen Millien-stein (lapis oder milliarium) bezeichnet. Auf diesen Steinenwar der Abstand von den Hauptorten, welche durch dieStrasse verbunden wurden, angegeben, und gewöhnlich ent-hielten sie auch noch die Angabe, von welchem Kaiser dieStrasse gebaut, oder wieder hergestellt worden war 6 ).
4) Vgl. d. B. d. V. v. A. F. im RH. H. IX. S. 173 und die An-
nalen für Nassauische Alterthumskunde VI p. 29t, wo in denerstem die römische Millie zu 760 Toisen, und in den letztemzu 4720 rhein. Füssen angegeben ist.
5) S. Rein'a Gelduba. Crefeld 1851. S. 6. Anm. 10. Roth Ge-schichte der Leuga im XXX. Heft dieser Jahrbücher.
6) Im Jahre 1823 fand man nördlich von Bittburg bei dem Natten.