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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
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solche führen mussten, da geschah das Ab- und Aufsteigennicht in Seitenfhälern, sondern auf den zwischen letztembefindlichen Bergabhängen. Sie hatten, indem sie ihrenStrassen solche Richtungen gaben, theils militairische, theilsökonomische Zwecke. Die militairischen Vortheile solcherStrassen, bei deren Richtung die Defileen möglichst ver-mieden und die Behauptung der Höhen und der Wasserscheidengesichert wurden, leuchten ein. In ökonomischer Rücksichtgewannen sie durch solche Richtungen fast immer die kürze-sten und bequemsten Linien, ersparten eine Menge kostspieli-ger Brückenbauten und setzten ihre Strassen weniger derZerstörung durch die Gewässer und durch die von den Höhenherabgeschwemmte Erde aus. Auch sind die Römerstrassenauf den Höhen, wo sie nicht absichtlich zerstört sind , fastnoch durchgängig erhalten, während sich an den Bergab-hängen und in den Thälern nur noch selten Ueberreste vonihnen vorfinden.

Wenn man die Richtungen der römischen Militairstrassennäher verfolgt, so findet man, dass sie fast durchgängigmit grosser Umsicht und Kenntniss des Terrains gewähltwaren.

4. Ueber den Bau, die Dimensionen, und das Ge-fälle der römischen Militairstrassen auf demlinken II h ei auf er.

a. Bauart.

Alle von dem Verfasser auf dem linken Rheinufer gesehe-nen römischen Militairstrassen haben eine damraartige An-lage , gewöhnlich aus Lehmerde mit Sand vermischt be-stehend , die sich mit Einschluss der Besteiuung zuweilenselbst auf ebenem Boden bis 12 Fuss erhebt, und wo dieserDamm zur Ausfüllung der Senkungen des Terrains dient,noch höher ist. Au den Stellen, wo diese Strassen in der