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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
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Die Unterhaltung geschah vorschriftsmässig durch dieProvinzialen unter Aufsicht der kaiserlichen Strassen -Kom-missaire. Wenn eine Strasse, oder einzelne Strecken der-selben, durch langen Gebrauch oder durch Naturereignisseverdorben worden waren, so wurde das Schadhafte aufkaiserlichen Befehl von neuem gebaut, wie viele noch vor-handene Inschriften auf Milliensteinen diess anzeigen. Letzte-rem Umstände ist es wohl hauptsächlich zuzuschreiben, dassman auf einer und derselben Strasse Stellen findet, die nochvollkommen gut erhalten, während daran stossende ganzzerstört sind, und zwar an Orten, wo man eine durch dieneuere Agricultur herbeigeführte absichtliche Zerstörung derStrassen nicht voraussetzen kann.

3) Ueber die Richtungen, in welchen dierömischen Militairstrassen geführt sind.

Die Römer hatten bei ihren Strassenbauten weder mitEntschädigungskosten noch mit dem sogenannten merkauti-lischen Interesse der Civilbehördcn und der Landeseinwohnerzu kämpfen. Sie wählten zwischen den Orten, die sie mit-einander verbinden wollten, die kürzesten Richtungen, führ-ten ihre Strassen auf den Höhen, und hielten so lange esdie Hauptrichtung erlaubte, die Wasserscheiden. Thälerwurden möglichst vermieden, und wo sie die Strassen über

der Legions-Soldaten über die fortwährenden harten Arbeiten,die sie ausführen mussten. Oft schrieen sie unter Drohungen:dass sie gelernt hätten das Schwert und nicht die Schaufel zuführen, dass sie mit dem Feinde und nicht mit der Naturkämpfen wollten etc. etc. Oft gingen diese Klagen in Wuthüber. So wurde selbst der grosse und von den Soldaten sonstsehr geliebte Kaiser Probus ein Opfer ihrer Wuth, als er ihreKräfte bei Anlegung von Weinbergen zu sehr in Anspruchgenommen hatte. (Flav. Vopisci Probus Imp. Gap. XX. F.)