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F. W. Schmidt's hinterlassene Forschungen über noch vorhandene Reste von den Militairstrassen, Befestigungen, Aquäducten etc. der Römer in den Rheinlanden
Entstehung
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grössern Dimensionen und festere Bauart von den letzternunterschieden. Diese die Vicinalstrassen waren Ver-bindungswege, welche die Landeseinwohner zu ihrem Ge-brauch anlegten, und wurden nur in den Fällen zu denöffentlichen Strassen gerechnet, wenn sie Militairstrassenmit einander verbanden. Dass die kaiserlichen Strassenauf-seher den Provinzialen nur solche Wege anzulegen erlaub-ten , welche die militairischen Rücksichten nicht compromit-tirten, liegt in der Natur der Sache.

2) Mit welchen Mitteln die Militairstrassen

erbaut und unterhalten wurden.

Diejenigen, welche den Bau leiteten und den technischenTheil desselben besorgten, wurden aus dem Staatsschatzebezahlt. Dahin gehören: Die Ingenieure, welche die Sich-tung der Strasse bestimmten, Architekten, welche den Bauderselben leiteten, ferner Steinmetzen, Maurer, Zimmerleuteund andere Arbeiter, welche den Bau von Brücken und dieandern nöthigen Kunstarbeiten ausführten.

Die Hand- und Gespann-Arbeiten geschahen durch dieunterjochten Landeseinwohner und durch die Legions-Solda-ten 3 ), und verursachten dem Staate, ebenso wie das nöfhigeLand und Material, keine Kosten.

3) Es ist aus der römischen Geschichte genugsam bekannt, dassdie Legionen in Friedenszeiten zum Bau von Militairstrassen,von Festungen, von Kanälen, Wasserleitungen, zum Austrocknenvon Sümpfen, zum Anlegen von "Weinbergen etc. etc. vielfachgebraucht wurden. Diese Maassregel war weniger durch Oeko-nomie als durch die Noth herbeigeführt worden, indem eineoft wiederkehrende Erfahrung gezeigt hatte, dass der römischelange Zeit dienende und gut bezahlte Soldat fortwährend be-schäftigt werden musste, wenn er nicht Meutereien und Unord-nungen anfangen sollte. Auch glaubte der Römer, dass Ruheden Soldaten verweichliche, während eine ununterbrochene undharte körperliche Arbeit die physischen Kräfte desselben stähleund für den Krieg geschickt mache, daher die häufigen Klagen