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Sammlung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des Elementar-Schulwesens im Bezirk der königl. Regierung Düsseldorf, nebst e. histor. Einl. in die Verwaltung des öffentl. Unterrichts aus den Zeiten des Churfürsten Carl Theodor bis auf das Todesjahr König Friedrich Wilhelm III., 1794 - 1840
Entstehung
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53Das ist sein wichtigstes Interesse und nur dadurch wird ihmetwas dargeboten, was für ihn Werth hat und seiner würdigist. Zur Erkenntniß Gottes muß er hingeführt und in dieGeheimnisse der überirdischen Welt eingeweiht werden, daß erwürdigen lernt, in welchem Verhältnisse er als Geschöpf undals Kind zu Gott als Schöpfer und Vater steht und mitwelcher unendlichen Liebe Er Seinen Sohn zu seiner Erlösunghingab und ihn heiligt durch den heiligen Geist; wie tief daheralles Sichtbare unter ihm steht, das einst vergehen wird, da ersich eines ewigen Daseins bei Gott erfreuen wird. Daß dieseErkenntnisse an Umfang und Klarheit gewinnen und zur mög-lichen Vollständigkeit gebracht werden, darauf muß vom Be-ginnen der Erziehung hingearbeitet werden. Allein damit hatdieselbe ihr Geschäft von dieser Seite noch nicht beendigt; siemuß den Geist auch zur Einsicht und zur Anerkennung aller,den erkannten Wahrheiten entsprechenden, Pflichten bringenund ihn mit den Mitteln bekannt machen, wodurch er sie sichererfüllen und seinen Lebenszweck erreichen kann. Noch mehr:in Allem, was zur Erziehung geschieht, muß die Rücksicht aufjene höheren Verhältnisse des Kindes entschieden und mit Be-stimmtheit vorherrschen, und schon das Kind muß kennen lernen,daß und wie Alles, was es lernt oder thut und was ihm ge-schieht, in Beziehung zu ihm als geliebtem Ebenbilde und Er-lösetem Gottes steht. Alsdann erst ist die Geistesbildung einewahre; sie beruht auf Wahrheit und führt in die Wahrheit;und dann erst werden die beiden Grundverirrungen unsererZeit, die Ungläubigkeit und Schwärmerei, vermieden. Wasſichert den Menſchen gegen beide, wenn ihm dasjenige unbe-kannt, wenn er unwissend in demjenigen geblieben ist, was erals Mensch und Christ zunächst wissen muß? Manche besitzeneinen großen Vorrath von Kenntnissen; ihre Pflichten aberhaben sie noch nicht ergründet, und daher verschließt ihnen dieSinnlichkeit den Zugang in das heilige Gebiet des Glaubensund der ihnen unwillkommenen Ueberzeugungen von der über-sinnlichen Welt, und die einseitige Verstandesbildung blähetsie auf:sie werden Feinde Gottes, übermüthig, hoffärtig,prahlsüchtig, erfinderisch im Bösen, ¹) wie die Heiden; odersie geben sich ihren Träumen hinund bethören sich, eigenwilli-in Verdemüthigung und Engeldienst, sich versteigend zu dem,was sie nicht gesehen haben, eitel aufgeblähet in ihrem fleisch-lichen Sinne, und sich nicht haltend an das Haupt, von welchemder ganze Leib, durch Band und Fuge zusammengehalten undvereint, Wachsthum hat zum Gedeihen in Gott.Ueber jene Wahrheiten darf aber das Kind nicht bloß den-ken und sprechen lernen, sondern sie müssen ganz sein Eigenthum,1) Röm. I. 30. 2) Col. II. 18, 19.