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Sammlung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des Elementar-Schulwesens im Bezirk der königl. Regierung Düsseldorf, nebst e. histor. Einl. in die Verwaltung des öffentl. Unterrichts aus den Zeiten des Churfürsten Carl Theodor bis auf das Todesjahr König Friedrich Wilhelm III., 1794 - 1840
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50ist das geeignetste Mittel, die Züchtigung abzuhalten, daß wirihr zuvorkommen und sie entbehrlich machen; daß wir able-gen den alten Menſchen, uns erneuen im Geiſte unſeresGemüthes und anziehen den neuen Menschen, dernach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und in Hei-ligkeit der Wahrheit; 1) daß wir wandeln als Kin-der des Lichtes, dessen Frucht ist jegliche Güte undGerechtigkeit und Wahrheit. 2) Was aber angeht dieUebel unserer Zeit, so stammen sie nicht von heute und vongestern her; sie wurzeln in der frühern Zeit, und sind nament-lich zum großen Theile aus der verkehrten oder ganz mangel-haften Erziehung der gegenwärtigen Geschlechter entsprossen.Und darauf, christliche Eltern! Sie oberhirtenamtlich und allesErnstes aufmerksam zu machen und an dasjenige zu erinnern,was Christenpflicht hierin fordert, fühlen Wir Uns durch dieBeherzigung der betrübenden Vorkommenheiten gedrungen. WennSie wahre Bußgesinnungen angenommen haben und das Bösein der Welt verabscheuen; wenn Sie Wahrheit, Ordnung,Gerechtigkeit, Ruhe, Frieden und Wohlfahrt in Ihren späternJahren und in der fernen Zukunft unter den Menschen wünschen:wenn Sie die Ihrigen wahrhaft lieben und ihr Heil Ihnen zuHerzen geht: so lassen Sie ihre Erziehung Ihr liebstes undwichtigstes Geschäft sein, so wie sie Ihre höchste Pflicht ist.Hier haben Wir nicht die körperliche, sondern die geistige Er-ziehung im Auge. Denn wo ist ein Mensch so argen Herzens,der, wenn ihn sein Sohn um Brod bittet, ihm einen Steinreiche, oder wenn er ihn bittet um einen Fisch, ihm eineSchlange reiche? 3) Ist aber der Leib mehr, denn der Geist,und wer kann und darf von beiden der vorzüglichste GegenstandIhrer Sorge, Pflege und Liebe ſein? Jeſus ſprach einſtens:Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht;denn solchen ist das Reich Gottes; darauf herzete Er sie, legtedie Händ' auf sie und segnete sie." *) Was nun machte dieseKleinen so liebenswürdig, daß Jesus sie so herzlich zu sich nahm,ihnen die Hände auflegte und sie segnete? Nicht die Vorzügeund die Schönheit ihres Körpers, sondern die Vorzüge und dieSchönheit ihres Geistes, nach welchem sie das Ebenbild Gotteswaren, und um dessen willen die Engel in den Himmeln Sorgefür sie trugen. 5) Das erregte Jesu herzinniges Wohlgefallenund zarte Liebe; und das ist es auch, was christliche Elternmit klarer Erkenntniß an ihren Kindern lieben sollen. Denndadurch sind sie das kostbarste Kleinod, das Gott ihren Händenanvertraut hat, das würdigste Himmelsgeschenk, welches ihreLiebe, wie ein heiliges Unterpfand, nach sorgsamer Pflege und1) Ephes. V. 22. 23. 24. 2) Ebendas. V. 8. 9. 3) Matth. VII. 8. 9.*) Marc. X. 14, 16. *) Matth. XVIII. 10.