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Sammlung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften des Elementar-Schulwesens im Bezirk der königl. Regierung Düsseldorf, nebst e. histor. Einl. in die Verwaltung des öffentl. Unterrichts aus den Zeiten des Churfürsten Carl Theodor bis auf das Todesjahr König Friedrich Wilhelm III., 1794 - 1840
Entstehung
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48XI.Bekanntmachung über künftige Verbesserung der Schul-lehrer=Besoldungen, vom 1. Januar 1816.Es sind von mehreren Seiten Vorstellungen von Schul-lehrern aus den rheinischen Gouvernements bei mir eingegan-gen, welche bittere Klagen über den Mangel hinreichenderBesoldung, anständiger Wohnung und selbst pünktlicher Aus-zahlung ihres kümmerlichen Lohnes bei mir führen, und darausdie Folge ziehen, daß, so lange dieser Mangel besteht, auch diewohlthätigsten Zwecke der Regierung in Hinsicht der innernVerbesserung des Schulwesens überall scheitern werden.Wenn es nun gleich einzelne Fälle gibt, und ich derenauch in den Schulen meines Wirkungs=Kreises aufweisen kann,wo ein hoher innerer Beruf die äußeren Hindernisse zu besiegengewußt: ſo kann ich doch im Allgemeinen die Wahrheit jenerFolgerung nicht läugnen, und mehrere Schritte, die ich zurAbhelfung dieses Mangels während meiner hiesigen Verwaltungbereits gethan habe, werden das Publikum überzeugen, wiesehr mir die Sache am Herzen liegt.Einige Gemeinen, deren Namen mir eben darum unver-geßlich seyn werden, sind meinen Wünschen zuvor, andere sindihnen nachgekommen, und haben, das Gehalt ihrer Schullehreraus ihren Mitteln erhöhet; hin und wieder habe ich durchaußerordentliche Unterstützungen die drückendste Noth zu linderngeſucht. Doch konnte das letztere nur an einigen Orten ge-schehen und auch da nur Palliativmittel seyn.Eine Radikalverbesserung, auf alle Schulen dieser Pro-vinzen, nach richtig abgemessenen Verhältnissen, sich erstreckend,ist wesentliches Bedürfniß; und sie wird, wie eines der wich-tigsten, eben so eines der ersten Geschäfte der neuen Regierun-gen seyn. Nach einer den Lokalverhältnissen angemessenen undhöchsten Ortes gebilligten Norm, wird das Gute, welches bishernur hier und da angeregt werden konnte, überall einen festenGrund gewinnen, und in mehr oder weniger schönen, durchausaber zweckgemäßen und dauernden Formen hervorgehen. Aufden Zeitpunkt, wo dies geschehen wird, harre ich selbst mitSehnsucht und muß auf ihn auch alle diejenigen verweisen,welche theils von eben dieser Ausführung neuen Muth undneue Freudigkeit für den Beruf erwarten, der sie zu Bildnernfür die Zwecke der Volksthümlichkeit, der Menschheit, derChristenheit erhebt.Ich hätte freilich gewünscht, daß mehrere Gemeinen fürdie Linderung des Zustandes ihrer Schullehrer mehr aus freiemAntriebe gethan hätten. Daß dies nur von wenigen geschehenist, will ich indessen gern dem Druck der Zeit beimessen, welche