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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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167wiedergegeben, von ihr sich selbst erzählt.!) Gesetzt aberauch der Biograph habe unser Soliloquium gemeint und sichin der Beurtheilung desselben geirrt, so bleibt noch immerdie Möglichkeit übrig, daß er unter seiner Abschrift den Na-men des Thomas a Kempis findend, es nicht nöthig erach-tete zu untersuchen, ob er der Verfasser sei. Er hielt ihndafür und gab ihn in guter Treue dafür aus. Was dieanderen kleineren Werke betrifft, nämlichde compunctionecordis?) undde elevatione mentiss), die unstreitig ausderselben Feder geflossen sind, wie das Soliloquium, ist dar-über sonst nichts besonderes zu bemerken.De verbo in-creato undde aestuante anima werden in dem Elen-chus des Sommalius*) als besondere Werke aufgeführt, daes eigentlich nur besondere Abschnitte der Abhandlungde elevatione mentis sind. Das Soliloquium mit seinenGleichen bildet ein Extremum, wovon die unbezweifeltenWerke des Thomas a Kempis der Gegensatz sind. In ihrerMitte befinden sich die Bücher von der Nachfolge Christi.Als er diese verfaßte, muß er das Soliloquium schon abge-schrieben oder überarbeitet haben, wodurch er sich einigesvon seinem Styl und Inhalt aneignete.Unter den dem Thomas a Kempis zugeschriebenen Wer-ken gibt es einige, die sich durch ihre sprichwörtlicheHaltung auszeichnen. Es sind: das Rosengärtlein, das Li-lienthal, von der Erkenntniß der menschlichen Schwächeu. a. Obgleich das Kurze oft Unzusammenhängende derSätze in seinen unbezweifelten Werken so sehr nicht hervor-tritt, ist dies doch kein Grund ihm jene drei abzusprechen.Eine gewisse Neigung zum Sprichwörtlichen verräth er auchin seinen Ansprachen an die Klosterzöglinge.) Es war dieseine Folge seiner Jugendbildung. Seine Lehrer warenEcclektiker. Es ist kein Zweifel, daß er in seinen Werkenmanches von ihnen Gehörte und Diktirte benutzt hat.) Auf1) Intonuit ergo vox dilecti mei et dixit u. s. w. XVII. §. 2.Et vox dilecti mei XVIII. §. 2.2) Seite 636 op. om. ed. Somm. cit.3) Seite 681 ebendaſelbſt.4 Seite 1.5) Seite 664 op. om. ed. Sommal.6) Serm. nd nov) Siehe oben Seite 60.