Vorwort.Es sind jetzt schon mehr als dreißig Jahre verstrichen,daß ich anfing Nachrichten über Thomas a Kempis zu sam-meln. Fern sei die Behauptung, mich seitdem fortwährendin meinen Mußestunden mit diesem wenigstens für mich höchstanziehenden Gegenstand beschäftigt zu haben. Vielmehr ruhetediese Arbeit oft Jahrelang, selbst noch nachdem sie vor eini-gen Jahrzehenden, als man in der Stadt Kempen auf denGedanken gekommen, ihrem Thomas ein Denkmal zu stiften,einmal wieder in Angriff genommen worden war. Damalshatte ich das verarbeitete und noch zu verarbeitende Materialdem zu jenem Zwecke gegründeten Verein zugesagt, wie esauch, wenn ich nicht irre, in dem Aufrufe, der zur Betheili-gung an der Errichtung des Thomas=Denkmals aufgeforderthat, ist angedeutet worden. Was mich zurückhielt mit derArbeit an's Tageslicht zu treten, war ihre von mir gar zudeutlich erkannte Unvollständigkeit. Indessen mahnte mich zuguter Stunde noch ein Freund an unsere allmälig hinschwin-denden Jahre und meinte, „es sei Unrecht, eine nicht durch-„aus vollständige Arbeit auf die Gefahr ihres gänzlichen„Verlustes hin, der Mit= und Nachwelt vorenthalten zu wol-„len. Andere möchten das Fehlende ergänzen. Ein redlicher„Arbeiter habe seine Pflicht gethan, wenn er nach Mitthei-„lung seiner treuen Leistungen zu der Vervollständigung des„Fehlenden nur noch die Fingerzeige gebe, die ihm nöthig„schienen.“ Dem konnt ich nicht widersprechen. Dem gutenRathe Folge leistend, legte ich die letzte Hand an und gebe
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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
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