XIII. Werke des Thomas a Kempis.00Wie fleißig Thomas im Bücherabschreiben war, als ersich noch im Hause des Florentius befand, haben wir schonvon ihm selbst gehört.!) Auch da er in den Orden des h.Augustin eingetreten war, fuhr er fort die einmal erworbeneFertigkeit nicht unbenutzt zu laſſen.?) Die Bücher die erabschrieb, dienten theils zu seinem und seiner Mitbrüder Ge-brauch, theils wurden sie für Rechnung des Hauses verkauft.Wer weiß, wie viele von ihm herrührende Handſchriften ſichin den öffentlichen Bibliotheken und Archiven und Privat-sammlungen der Niederlande befinden, wie viele in andereLänder verschleppt, wie viele leider verloren gegangen sind?Nicht immer pflegte der Abschreiber seinem Werke seinenNamen beizuschreiben. Hundert Jahre nach dem Tode desThomas zeigte man auf dem Agnetenberge noch einige theureDenkmäler seines Fleißes: die ganze Bibel in vier großenBänden, ein ungeheures Missale und einige Werkchen des h.Bernardus, die er sehr kunstreich und mit sichtbarem Fleißeabgeschrieben hatte.!) Wo letztere hingekommen sind, wirdnicht gemeldet. Die vier Bibelfolianten wurden später in) Amder Herrn=Leichnams=Kanonie in Köln aufbewahrt.55 S. 109 u. s. w.2) S. 122 und 135.3) Nach Malou récherches u. s. w. S. 131 Not. ist in derburgundischen Bibliothek zu Brüssel unter N. 4585 eine Handschrift vor-handen, welche mehrere von Thomas a K. selbst geschriebene kleinereascetische Werke von ihm enthält. Der Herr Professor Verdegheim imSeminar zu Roulers besitzt ein von Thomas a K. sauber geschriebenesneues Testament.4) Franc. Thol. I. cit. §. 9 ad finem.5) Von diesen vier Bibelbänden, sagt Malou, récherches u. s. w.S. 130, daß er vermuthet, sie seien vernichtet (détruits) oder verkom-men (égarés).
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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
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