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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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75von Wevelinghoven, zu dem Kloster Windesheim der ersteGrund gelegt.!) Schon im Jahre darauf konnte die Kircheim Herbst eingeweiht werden, wo zugleich die sechs erstenBrüder das Ordenskleid erhielten. Unter diesen befand sichauch Johannes a Kempis, der ältere Bruder des Thomas.2Dieser gehörte auch zu denen, welche beauftragt wurden, diezu befolgende Klosterregel zu entwerfen, welche in dem erstenim Jahre 1395 abgehaltenen Ordenskapitel, zu dem damalsaußer Windesheim vier andere Klöster gehörten, angenommenwurde.3) Gleichzeitig mit verschiedenen andern Klöstern desOrdens entstand auch das auf dem Agnetenberg bei Zwoll.4)Der erste Prior, der daselbst im Jahre 1399 gewählt wurde,war besagter Johannes a Kempis.5) Er war es auch, derseinen Bruder Thomas a Kempis darin aufnahm.Was das Kloster Windesheim selbst betrifft, wurdennach der Zerstörung desselben seine Güter und Einkünfte vonden vereinigten Staaten zum Fiscus der Provinz Overysseleingezogen. *) Von den Gebäuden blieb bloß das Kranken-haus stehen, aus dem die umwohnenden Reformirten sicheine Pfarrkirche schufen. Die letzten Schicksale des KlostersSt. Agnetenberg angehend, wiesen Papst Paulus IV. undPhilipp II. König von Spanien im Jahre 1559) die Ein-künfte desselben dem neu errichteten Bisthum Deventer zu.Der erste Bischof war Aegidius de Monte (van den Berghe)ein Brabanter, aus dem Orden des h. Franciscus. ImJahre 1570 nahm er zwar von seinem bischöflichen StuhleBesitz;s) aber schon in demselben Jahre mußte er, als eintreuer Anhänger seines Königs und des katholischen Glau-bens, da die Spanier ihre Herrschaft in den Niederlandennicht mehr behaupten konnten, weichen. Den baldigen Un-tergang des St. Agnetenbergs=Klosters voraussehend, rettete1) Chr. wind S. 26 ff.Ebendas. S. 56. ff.) Ebend. S. 163) Ebend S. 166.5). Chr. mont. s. Agn. S. 27.6) Vgl. Delprat u s. w. S. 83 wonach es im J. 1577 noch bestand.7) S. die Bulle: Multiplicantis Episcopatus Belgii in AubMiraei Don. belgic. B. I. C. CXLV) Suffrid. Petri Appendix hist. ultraject. 1643, S. 10.