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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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73die Frohnleichnamskanonie in Köln, Kloster Zand bei Stralen,die Gadesdonk bei Goch und das Kloster zu Uedem gehör-ten,!) bis zur allgemeinen durch die französische Revolutionund ihre Nachwehen veranlaßten Aufhebung, regelmäßig ihrGeneral=Capitel beschickten und unter einem gemeinschaftlichenOberhaupt, dem General=Commissar der Regularkanonichenvom Orden des h. Augustinus der Windesheimer Congre-gation standen.So war also Gerard Groot, woran er selbst wohl inseiner Demuth nicht gedacht hatte, und zwar durch seineJünger, die wiederum in ihrer Bescheidenheit den Ruhmdavon auf ihren Meister zurückwiesen, der Reformator einesnicht unbedeutenden Ordens geworden. Die Frage:wes-halb das Kloster, das er zu gründen vorhatte,?) just vondiesem Orden sein sollte, läßt sich wohl nicht umgehen. Erwollte ein Kloster stiften und es mit Geistlichen aus seinenJüngern besetzen, damit seine Anhänger nach seinem Todedaselbst Priester fänden, deren Leitung sie sich unbedenklichhingeben könnten. Das ist klar. Allein warum sollte es einKloster vom Orden des h. Augustinus sein? Daß er beson-dere Andacht zu diesem Heiligen hatte, daß seine Verehrunggegen den Johann Ruysbroeck, der auch jenem Orden ange-hörte, ebenfalls ein Bestimmungsgrund dazu gewesen sei, er-schöpfet unseres Erachtens die Sache noch nicht. Den Men-dikanten war Groot nicht geneigt wegen ihres Almosensam-melns, den Benediktinern³) wegen ihres Reichthums. Amhöchsten standen bei ihm die Cisterzienser und Karthäuser inAnsehen. Allein ein Karthäuser=Kloster, eine Genossenschaft!) Das Verzeichniß der im J. 1728 zum General=Ordenskapitel inAachen versammelten Pröpste und Prioren und ihrer Klöster sieh in derZuschrift der ihnen dedicirten Th. a K. Opera omnia von Eus. Amort.Köln 1728.vita ger. C. XV. §. 3.3) Sie hatten ohnehin in den untern Niedersanden nur wenigeKlöster zu Egmond, Oostbroeck, Oudwyck und Rynsborg in den Land-schaften Zeeland und Gelderland keine S. Herm. Joh. RooyardsGeschiedenisse van het gevestigde christendom in de Nederlandengeduurende de Medeleuwe I. Utrecht. 1849. S. 42. Schade, daßder zweite Band dieses interessanten Werks, der über unsern GegenstandLicht verbreiten muß, indem er insbesondere von den Mendikanten-Klöstern in dem 15. Jahrhundert handeln soll, noch nicht erschienen ist.