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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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18es um die Bürger Kempens abzuhalten, dem Beispiel ande-rer gegen ihren Landesherrn aufrührerischen Städte nachzu-ahmen, oder was wahrscheinlicher ist, die Stadt und beson-ders die innerhalb ihrer Mauern auf dem erzbischöflichenHausacker gelegene Zehntscheune gegen feindliche Ueberfällezu sichern, legte Erzbischof Friedrich von Saarwerden, imJahre 1380 Anfangs Mai, den Grund zur Burg, die invier Jahren unter der Leitung eines Kempischen BürgersJohann Hundt ausgebaut wurde. Das mit drei starkenThürmen versehene, einen inneren Hofraum einschließendeHauptgebäude war von einem tiefen Graben umgeben Dasganze Grundstück, welches einen Flächeninhalt von etwa zehnMorgen hat, umfloß, mit Ausſchluß eines Gartens, der aberspäterer Anlage zu sein scheint, ein zweiter von drei andernstarken Thürmen, außer dem des Haupteingangs von derBurgſtraße her, gedeckter Graben, der in den Stadtgrabenmündete. Gleich nach ihrer Entstehung und in der erstenHälfte des fünfzehnten Jahrhunderts diente die Burg zumVerwahrsam der in den damals häufigen Fehden eingefan-genen feindlichen Ritter und Kriegsleute.!) Zu großererSicherung seiner Stadt und seines Guts zu Kempen durcheine feste Burg mochte dem Erzbischof Friedrich von Saar-werden wohl der unerwartete Einfall des unruhigen GrafenEngelbert IV. von der Mark in das kölnische Gebiet, wobeidie Schlösser Lechenich und Gymnich zerstört wurden, Veran-lassung gegeben haben?). Die Folge zeigte schon bald, wienothwendig der dortigen Gegend eine feste Schutzwehr war.Um den seinem Bruder Adolf von Cleve durch seineGefangennehmung zu Rees angethanen Schimpf zu rächen,fiel Engelbert im August 1392, als die Scheunen voll waren) Im Scheffenarchiv befanden sich mehrere von solchen bei ihrerEntlassung besiegelte und beschworene Urkunden, worin sie sich verpflich-teten, nicht mehr gegen einen Erzbischof von Köln die Waffen zu führen.Notizen über dergleichen vor dem Droſſard von Kempen gethätigte Ab-schwörungen sind auch in dem sogen. Liber rub. cor. des DüsseldorferLandesarchivs zu lesen. S. 543. Istas abjurationes praesentavit D.Engelbertus de Orspeck ex parte captivorum in Kempen 1384 Dom.post petri et pauli Apostolorum, darunter auch zwei von Brüdern vonWachtendonk: Sweder und Hermann, Söhne des Herrn Gottfried v.W. eine von Hermann de Gronlo, Pfarrer zu Meer u. s. w.*) an 1369. Chr. Coln. Bl. 246.