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Nachrichten über Thomas a Kempis : nebst einem Anhange von meistens noch ungedruckten Urkunden
Entstehung
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16Stadt!) beschäftigt waren, die Freiheiten und städtischenRechte deren von Uerdingen und anderen Städten des Erz-stifts. Der andere Erlaß, welcher an die Bürgermeister,?)Scheffen und die ganze Gemeinde der Stadt Kempens) ge-richtet ist, muntert sie auf, mit der Befestigung und demAusbau ihres Ortes fortzuschreiten und gestattet die von denstraffälligen Bäckern, Metzgern und Krämern*) und anderenGewerken5) einzuziehenden Brüchtengelder zu jenem Zweckezu verwenden, wie es auch in Rheinberg, Uerdingen und an-deren Städten geschähe.) Um den Bau der Mauern, Pfor-ten und Thürme, zugleich die Straßen, Gräben und Wälleendlich fertig zu bringen, erlaubte der Erzbischof Heinrichvon Virnenburg?) auf vier Jahre lang von allen feilen Waa-ren, worunter hier vorzüglich Brod und Fleisch zu verstehenist, eine Steuer zu erheben. Obgleich nun mittlerweile Stadtund Land Kempen an den Grafen Diethrich Luf von Hülch-rath verpfändet worden war, 8) so nahm doch die Ausbildungder gemeinheitlichen Verfassung einen so guten Fortgang,daß die Bürgerschaft sich am Pfingstmontag 1322 ihre Ver-tretung wählen konnte 10) und daß der Erzbischof im näm-lichen Jahre noch sie mit den Vorstehern des Landes Kem-pen auf einen Landtag nach Neuß beschied.!!) Von dieserZeit an kommt in die Geſchichte uuſeres Ortes Klarheit undZusammenhang und es ist uns nunmehr möglich, uns vondem Zustande, worin die Geburtsstadt des sel. Thomas aKempis, so lange er als Kind darin verweilte, sich befand,eine ziemlich bestimmte Vorstellung zu machen. Die Rich-tung der Straßen im Inneren der Stadt war im Wesent-1) oppidum.Magistris civium.Universitati oppidanorum.tabernariis.officiis.Urk. in B. u. M. Cod. dipl. I. S. 386.Urk. d. Berce 1319 fer 3 post b. Cath. cit. Cod. dipl. II5. 127.*) S. Urk. 2 und 3 im Anh.9) Ueber die Entstehung der Stadt Kempen von Hub. ter Schollen.Köln. 1822.10) B. u. M. cit. cod. dipl. II. S. 140.11) Ebendas. Seite 139 und Archiv für die Geschichte des Nieder-rbeins von Lacomblet. Düsseldorf 1832. I. S. 276.