seiner Wesenheit nach begränzt und daher endlich ist, können wiralle Augenblicke an jedem stofflichen Dinge erfahren. Die Ma-terie ist theilbar und zusammensetzbar; sie beruht auf der Einheitund der Zahl. Eine Zahl kann aber nie das absolut Größte,das Unendliche, ausdrücken; die Zahl ist stets der Repräsentanteiner relativen Größe. Die Unendlichkeitsidee ist ein noth-wendiges Glied unserer Gedankenkette, existirt also als Vernunft-anschauung, — und das Vertrauen auf unsere Logik, verlangt,daß ihr ein Objekt entspreche, wenn nicht im Reiche des Stoffes,dann in dem der Kräfte. Das Unendliche nennen wir Gott,er ist uns das nicht=stoffliche absolute Sein, das die Welt nichtnur umhüllt, sondern sie auch mit seinem Odem durchweht.Verfolgen wir, in der Zeit zurückgehend, die sich abstufendenEntwickelungszustände des sich stets vollkommener und schöner ge-staltenden Daseins der Sichtbarkeit, so stoßen wir an der Handder Naturforschung auf einen glühenden Erdball, der weder orga-nisches Leben noch seine zeugungsfähigen Keime enthalten kann,an der Hand der Philosophie aber gelangen wir zu einer Erst-lingsform aller gewordenen Zustände, zur vollständigen Unent-wickeltheit der stofflichen Welt. Daß die Entwickelung der End-lichkeit ein nothwendiger Ausfluß des Unendlichen sei, kannwohl deshalb nicht angenommen werden, weil der Begriff desAbsoluten nicht duldet, dasselbe als ein Wesen von an sich be-stimmter Art zu denken. Als das schrankenlose Sein dürftedie Gottheit keinem Zwange, auch nicht einem in ihr lie-genden, unterliegen. Doch hier hängt der Vorhang, der unsererAussicht in die Mysterien der Ewigkeit ein Ziel setzt; was wirüber die Schöpfungsangelegenheit mit Bestimmtheit wissen, ist, daßGott am siebenten Tage nicht zur Ruhe ging, sondern noch biszur Stunde unabläßig wirksam blieb für die Erhaltung und Ver-schönerung seines Werkes.Unser Freund, welcher den freien religiösen Gemeinden eineGottheit (?) predigt, die nur Natur — und eine Natur, die nurChaos ist, ein Chaos ohne Entwickelung, — „ohne einheit-liches Wirken“, also auch ohne einheitlichen Zweck, eine Welt,die nur von ungefähr immer so gewesen oder auch, wie er an-derwärts, sagt, in ewiger (!) Umgestaltung in einem „unendlichenRaume“ herumtanzt, und, selbst unendlich, wie er meint, dochnicht im Stande war, den unendlichen, also gleichgroßen Raum
a leineschen