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Briefe über freie Religion
Entstehung
Seite
55
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Und noch Einer.Während dem Setzer das Manuskript des zwölften Brie-fes vorlag, erreicht mich eine Zuschrift unseres hochgeehrtenFreundes Uhlich, die unmittelbaren Bezug auf vorstehendeArbeit hat. Ich kann mich nicht entschließen, diesen Brief mei-nen Lesern vorzuenthalten, weil er für dieselben ebensoviel In-teresse haben muß, wie für mich. Man soll sich nicht rechtha-berisch betragen, sondern vielmehr, warmherzig für die Wahrheit,Alles prüfen und das Beste behalten. Vorzüglich beherzigens-werth aber ist die ehrliche Meinung des erfahrungsreichen Man-nes, der im Denken und im Dienste der Humanität alterte.Die Erlaubniß, sein Schreiben zu veröffentlichen, wird mir Uhlich,soviel wir ihn kennen, nicht versagen, und sie liegt vielleicht voll-ständig in dem Satze:Sehn Sie zu, was Sie von diesem Blattegebrauchen können. Das letzte Wort in diesem Büchlein habealso der alte Freund, dessen Treu' und Redlichkeit man weit überDeutschlands Gränzen zu schätzen weiß. Was Uhlich mir schreibt,sagt er ja fast täglich vor allem Volke; es ist der schöne, schlichteAusdruck seiner Welt= und Lebensanschauung, die ihn beseligte,und die er so gerne der ganzen Menschheit zu ihrem Glücke undFrieden zuwenden möchte.Meine Antwort, glaube ich, ist in gegenwärtiger Schrift ent-halten. Mögen Andere eine bessere geben!Köln, den 21. April 1865.C. Alex. Phil. Braun.