46 —Menschlichkeit ist. Man kann der Humanität noch auf eine voll-kommenere Weise dienen, als es der Materialismus thut, welcherhöchstens Spitalsuppen kocht für diejenigen, welche von der nobelnGesellschaft brodlos gemacht wurden.Sie können mich nun fragen, ob ich denn die Gottheit alsein persönliches Wesen annähme. Ob ich darauf „Ja!“ oder„Nein!“ antwortete, würde sich gleich bleiben, — wenn keine Er-klärung darauf folgte. Das Wort „Person“ hat eine gar son-derbare Abstammung und bedeutet ursprünglich: Larve; wasseinen modernen Begriff angeht, so würde man uns denselben vonverschiedenen Seiten verschieden definiren. Das Wort selbst istalso zur scharfen Bezeichnung schlecht geeignet, und ich denke, wirwenden es bezüglich des höchsten Seins gar nicht an, wederin affirmativen noch negativen Sinne. Wir dürfen indeß sagen,daß wir Gott als „Wille“ und ebenso als „Gedanke“ erkannthaben, ihn mithin auch als „Selbstbewußtsein“ denken müssen,versteht sich: erhabener als unser Denken und Wollen,dessen Charakter Endlichkeit und Mattigkeit ist. Wie man wol-len, nach Zwecken wollen, nach Zwecken handeln, zweckmä-ßig handeln kann, ohne die eigne Kraft und den beabsichtigtenZweck zu kennen, ohne die erstere zu ermessen, den letzterenzu erschauen, auch bevor er noch erreicht ist, — wie also derWeltgedanke von der Gottheit ohne Selbstbewußtsein gedachtworden und sich verwirklichte, verstehe ich nicht, — weil es sichwiderspricht. Jedes Thier besitzt so viel Erkenntniß, um sich seinFutter zu suchen, seine Lagerstätte zu bereiten; die Lerche durch-schwirrt vergnügt die Morgenluft, der Sprosser lockt seine Braut,und der Mensch labt sein Gemüth an den Tönen der Musik, erverweilt mit Lust im Reiche der Wahrheit, seine Gedanken er-messen die Gesetze des All's und betrachten die Vollkommenheitder Ziele. Und von Gott, dem Urgrund, dem Erhalter alles ge-wordenen Seins, sollten wir wähnen, er sei kalt, bewußtlos undtodt, er wisse und empfinde nichts von seinem Werke, nichts vonder Herrlichkeit, die er seinen Geschöpfen verliehn? Er, der dieherrliche Gabe der Erkenntniß in so verschiedenem Maaße in'sDasein ausgegossen, er, der Geschenkgeber, sollte dadurch so armgeworden sein, daß er ohne Leben, ohne Bewußtsein, ohne Wohl-befinden und Genuß seine Ewigkeit verbringen müßte? Daskann nicht sein! Gott ist mir daher der sich selbst und die
wundeder von###—###ich die WeRüger desdas Pe-reiht1###bleibt###