Aewohlandelen1ubjektimöchme. 20ten dasund ui
23muß, als die Materie selbst. Von keiner Seite bietet sichuns die Materie als das absolute dar, sie hat nur ein beding-tes, begränztes und somit geliehenes Dasein, und wir dürfen da-her sagen, daß sie nur ein Bewegtes, nicht ein Bewegen-des sei.Daß aber ein in Bewegung befindlicher Körper, wenn erkeinen Widerstand findet, sich ohne Aufhören, bis in's Unend-liche (!) fortbewegt, — auch das ist eine Fabel; denn dieser hypo-thetische Fall kann in Wirklichkeit gar nicht eintreten. Ein Kör-per kann nur bewegt werden, wenn die Bedingungenda sind, die eben seiner Bewegung auch wieder einZiel setzen; ohne das Vorhandensein jener Bedingun-gen wären keine verschiedenen Körper da, mithinauch kein Raum und keine Ortsveränderung möglich.Wenn also der Jesuit sagt, die Körper hätten sich ihre Bewegungnur geben können, wenn sie im Stande seien, sich derselben auchwieder zu entäußern, so setze ich dieser Argumentation noch dasGewicht des folgenden Satzes hinzu: Die ganze Körperwelt hemmtsich in ihren einzelnen Theilen, ohne je in Stillstand gerathen zusein; es muß daher ein bewegender Wille angenommen werden,der nicht nur den ersten Anstoß gab, sondern unablässig bis heutefortthätig war, um die Bewegung und das Leben der Welt zuunterhalten.Wollte man nun auch der Körperwelt die rohe Bewegungschon als Selbstprodukt zutrauen, so halte ich es doch für entschie-den ungerechtfertigt, dieses Zutrauen auf das Maaß und dieGesetze ihrer Bewegung auszudehnen. Die eliptischen und spi-ralförmigen Linien, welche von den Planeten und Trabanten wäh-rend ihres Umlaufes um ihre Sonne beschrieben werden, die pa-rabolischen Bahnen der Kometen, ebenso wie der Weg des ausder Wolke herabfallenden Regentropfens geben meiner Einsichtmathematische Probleme auf, in denen etwas durchblickt, wasmenschliche Vernunft und menschlichen Scharfsinn in Erstaunensetzen muß; — und dem fallenden Steine selbst die Selbst-construirung der Gesetze, wonach er fällt, die eigene Hand-habung der Zahlengenauigkeit, welcher er unterthan ist, zuzuschrei-ben, während solche Fähigkeit doch der Seele des höchstorganisir-ten Affen (womit ich keineswegs den Menschen meine) fehlt,das halte ich gelinde ausgedrückt für paradox.