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Geschichte und Litteratur der Stenographie
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Quellen zur Geschichte der Stenographie. 7

England wurde Pitman's Geschichte der Stenographie maßgebend, welchein der dritten Auflage (1891) Ergänzungen bis in diese Zeit erhalten hat;sie enthält Alphabete und einige Schriftproben, in den Ergänzungen auchAnalysen der Systeme mit eingedruckten Schriftzeichen. Eine Geschichte derStenographie von Mathias Levy (1862) enthält keine Alphabete und Schrift-proben, aber manche nützliche Einzelnheiten.

Im Jahre 1869 unternahm das königl. stenographische Institut in Dresdendie Herausgabe eines Quellenwerkes unter dem Titel »Panstenographikon«und unter der Redaction von H. Krieg- und Dr. Zeibig. Dasselbe kamjedoch nicht über den ersten Band hinaus, welcher in bunter Mischung Altesund Neues enthält.

Während die älteren Geschichtswerke nur Alphabete enthielten, welchekein Urtheil über die Structur der Systeme ermöglichten, veröffentlichte Prof.H. Krieg in seinem Katechismus der Stenographie 1876 Schriftproben derSysteme, aber ohne Alphabete, daher ohne Schlüssel. In Faulmann's Histo-rischer Grammatik der Stenographie (1887) sind Analysen der Systememit Alphabeten, Verbindungen, Kürzungen und Schriftproben gegeben, welcheeinen klaren Einblick in die Natur der Stenographiesysteme ermöglichen.Dieses Werk, auf welches in der vorliegenden Arbeit unter H. Gr. oftverwiesen ist, kann daher als Atlas zu der letzteren verwendet werden.

In der neueren Zeit ist die Stenographie mehrfach Gegenstand derSpecialforschung geworden, der wir schätzenswerte Aufklärungen über dieAnfänge der Stenographie in England (von Dr. Westby-Gibson undjB. Pocknell)und Deutschland (von Alfred Junge) verdanken. Andererseits ist dieBibliographie der englischen Stenographie von Dr. Westby-Gibsonin ausgezeichneter Weise behandelt worden, wie anderseits die deutschestenographische Bibliographie nach Zeibig von Keil, Hödel und Peetz fleißigfortgeführt worden ist.

In der jüngsten Zeit hat die stenographische Litteratur eine so starkeVermehrung erfahren, dass die Beherrschung derselben immer schwierigerwird. In dieser Beziehung ist die von /. E. Rockwell beliebte Anführungnur der Namen und Jahreszahlen kein glücklicher Wegweiser, denn er ver-führt zu der Annahme, dass soviele Systeme entstanden seien, als Namengegeben sind, während dort, wo sich das Verzeichnis controliren lässt,manche Bearbeitungen schon bestehender Systeme erkannt werden. Ein nochso kurzer Titel, bei Neubearbeitungen die Angabe des Originalsystems,sind nothwendig, um die Natur der Arbeiten anzudeuten.

Litteratur.

Justi Lipsii Epistolae selectae. Leyden 1586-90, a. A. Antwerpen 1614, Genf 1639,Amsterdam 1727, und im Archiv für Stenogr. 1882. Elisha Coles, The newest, plai-nest, and the shortest Shorthand, London 1674. Philip Gibbs, An historical accountof compendious and swift writing, London 1736. John Angell, Stenography, London1758. Ungenannter, The Alphabet of Reason, London 1763. E. Hodgson, SwiftWriting, London 1780. M. Radclyffe Prosser, A Collection of Shorthand Alpha-bets, ancient and modern (45 Alphabete), 1803. James Henry Lewis, Historical account(73 Alphabete), London 1815/6. Jidius Leichtlen, Vollständige Anleitung zur Ge-schwindschreibkunst, Freiburg 1819. A. Fosse, Cours thSorique et pratique de Ste-nographie, precede d'un essai sur l'histoire de l'art, Paris 1829. Franz X. Gabeis-berger, Anleitung zur deutschen Redezeichenkunst, München 1834. Wilhelm Stolze,Theoretisch-praktischer Lehrgang der deutschen Stenographie, Berlin 1841. Ignaz