Druckschrift 
Die Karten von 1813 und 1818
Entstehung
Seite
97
Einzelbild herunterladen
 

97 -

Im Bezirk des Consistoriums zu Weilburg waren keine Con-sistorial-Convente eingerichtet. Von diesem Bezirke kommt hiernur in Betracht das Amt Atzbach mit den lutherischen Pfarreien:Dorlar, Dutenhofen, Garbenheim, Hochelheim, Kleinrechtenbach,Kroffdorf, Lützellinden, Niederkleen, Odenhausen, Eeiskirchen, Vol-pertshausen, Wissmar, Ebersgöns und Oberkleen.

Strassen.

Abgesehen von vereinzelten Notizen J ) fand ich keine Angabenaus der betreffenden Zeit über die. Strassen auf dem rechten Rhein-ufer. Daher bildeten die Karten aus dem Ende des 18. und demAnfang des 19. Jahrhunderts die Grundlage für die Einzeichnungder Strassen. Es kommen in Betracht die Nummern 4, 5, 56, 57, 58,60 des Kartenverzeichnisses. Die von Wiebeking und Le Coq sinddie wertvollsten; sie unterscheiden Chausseen und gewöhnlicheLandwege; auch auf den betreffenden Blättern des Topographisch-militärischen Atlas vom Grossherzogtum Hessen etc. sind dieStrecken verschieden gezeichnet. Bei der Einzeichnung der Strassenin die Karte der französischen Zeit war indessen für das rechteRheinufer dieselbe Beschränkung geboten wie für das linke, unddaher sind nur die wichtigsten Strassenzüge ohne Unterschei-dung ihres Zustandes aufgenommen und nur soweit sie mit denenauf unseren heutigen Karten identiüciert werden konnten.

x ) In seinem Büchlein mit dem langen Titel:Ansichten einer Reisedurch das Clevische und einen Teil des Holländischen etc. 1794 nebsteiner zweiten ökonomischen Bereisung der Bheingegenden von Wesel bisCoblenz im Juni 1794 von Chr. Friedr. Meyer, Königl. preuss. Kriegs-,Domänen- und Forstrath etc. Düsseldorf 1797" führt der Verfasser S. 70an, dass damals Düsseldorf und Elberfeld durch einen Kunstweg ver-bunden gewesen, der sich aber in schlechtem Zustande befunden habe.Elberfeld und Solingen waren durch einen nicht chaussierten und durchden starken Kohlenverkehr zerfahrenen Weg verbunden. Zwischen ''So-lingen und Köln war dieser Weg besser. Aber wegen des schlechtenersten Teiles mussten die schweren Elberfelder Frachtfuhrwerke, umnach Frankfurt zu gelangen, den Umweg über Düsseldorf machen (S. 71).Eine grosse Strasse von den Niederlanden nach Frankfurt ging überDuisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Schwelm, Nirgena, Vörde, Breckerfeld.1794 musste man aber den Umweg über Schwelm, Hagen, Breckerfeldmachen, da die vorerwähnte Strecke zwischen Schwelm-Breckerfeld nichtchaussiert war. Man wünschte daher damals die Chaussierung dieserStrecke dringend (S. 73), und wenn man sich in diesem Punkte auf die Le

7