Von den Karten zur Geschichte der Rheinprovinz, die im Auf-trage des Provinzialverbandes von der Gesellschaft für Rheinische Ge-schichtskunde herausgegeben werden sollen, behandelt die erste derbeiden vorliegenden die Zeit der französischen Herrschaft. Umdiese Periode in ihrer abgeschlossenen Entwickelung vorzuführen,ist 1813, das Jahr unmittelbar vor dem Zusammenbruch derFremdherrschaft gewählt worden. Der durch die Franzosen ge-schaffene Zustand ist in vieler Hinsicht die Grundlage geblieben fürdie preussische Epoche. Nach der Besitzergreifung durch die KronePreussen zeigte indessen die Rheinprovinz noch nicht ganz die heutigeGestalt und Einteilung. Es fehlten ihr die Kreise St. Wendel undMeisenheim, die Grenze gegen Frankreich lief anders, anstatt Einergab es damals zwei Rheinprovinzen, auch die Einteilung in Regierungs-bezirke und Kreise entsprach nicht überall der gegenwärtigen. Daherist zur Vermittelung zwischen der französischen Epoche und demgegenwärtigen Zustande die andere Karte vom Jahre 1818 hinzu-gefügt worden.
In zwiefacher Hinsicht durfte bei diesen Karten die für ent-legenere Zeiten gebotene Schranke überschritten werden, nämlichin Bezug auf die Einwohnerstatistik und die kirchlichen Verhält-nisse. Das Material für die erstere war so ausgiebig vorhanden,dass innerhalb gewisser Grenzen durch entsprechende Zeichen fürjeden in die Karte aufgenommenen Ort der Provinz die damaligeEinwohnerzahl angegeben werden konnte, was einen lehrreichenVergleich mit der Gegenwart gestattet und manchem Benutzer er-wünscht sein wird. Wie weit die Darstellung der kirchlichen Verhält-nisse geht, ist weiter unten zu ersehen. Auch von den damaligenHauptstrassen sind die meisten und wichtigsten aufgenommen. Voll-ständigkeit bezüglich der beiden letzten Punkte war noch nichtzu erzielen, da ein weiteres Hinausschieben der Veröffentlichungunthunlich erschien.
Bei der vorliegenden Aufgabe, die sich auf einen verhältnis-mässig grossen Raum erstreckt, für den gerade die gleichmässige
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