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Canton Adenau, abgegeben. Schliesslich blieb in einigen Gemeindenein Zustand, welcher an die Verhältnisse vor dem Einmärsche derFranzosen erinnert. Sie blieben getrennt zwischen dem Departe-ment de la Sarre und den Departements des Forets, bezw. de laMoselle. So gehörten von der Gemeinde Neidenbach im CantonKyllburg 10 Häuser zum Canton Bitburg, Departement Wälder;von den Gemeinden Nennig und Wies, Canton Saarburg, ein Teilzum Canton Eemich, Departement Wälder; Oberleuken im CantonSaarburg gehörte zum Teil zum Canton Sierck, Departement Mosel;die Gemeinden Kirf und Beuren im nämlichen Canton wurden ge-meinschaftlich zwischen dem Saar- und Moseldepartement verwaltet.Auch Enclaven benachbarter Cantone oder gar Departements bliebenbestehen, wie die Karte dies angiebt. In den Fällen, wo eine Ge-meinde gemeinschaftlich verwaltet wurde, oder wo die Departements-bezw. Cantonsgrenze durch den Ort hindurch ging, habe ich mitAusnahme einiger Fälle die betreffende Gemeinde ganz in dasbetreffende rheinische Departement hereinbezogen, da es mirnicht mehr möglich war, die ehemalige Teilungslinie festzustellen.Die erwähnten Fälle sind folgende:
1. Gemeinde Dörbach, hart westlich von Sahnrohr auf dem linken Uferder Salm, auf der Karte nicht eingezeichnet, weil sie weder Mairienoch Pfarrei war. Die Gemeinde gehörte halb zu Canton Dudeldorf,Dept. Forets, halb zu Canton Sehweich, Dept. Sarre. Ein Bach, kleiner,rechtsseitiger Zufluss der Salm, trennte den Ort und auch die Gemar-kung in annähernd gleiche Teile. Ich habe den Bach als Grenze an-genommen und den nördlichen Teil dem Canton Dudeldorf und densüdlichen dem Canton Schweich zugewiesen und hoffe, so nach Ana-logie anderer Fälle das nichtige getroffen zu haben. Die ehemalige Tren-nungslinie ist in unsern heutigen Karten nicht mehr vorhanden.
2. Gemeinde Wegberg im heutigen Kreise Erkelenz. Ein Teil derselbengehörte zu Canton Niederkrüchten, Dept. Meuse-inferieure, der andereTeil zu Canton Erkelenz, Dept. Eoer. Jeder der Teile bildete in seinemDepartement eine besondere Mairie, der zu Erkelenz gehörigewar ausserdem Succursalpfarrei. Auf den heutigen Karten ist dieTrennungslinie nicht mehr eingezeichnet. Nach allen vorhandenenNachrichten hat aber die Swalm, das kleine Flüsschen, welches mittendurch den Ort fliesst, auch die Grenze gebildet. Auf eine kleineStrecke südöstlich und südlich von Wegberg, wo mich ebenfalls dieheutigen Gemeindegrenzen (infolge Vereinigung der ehemals getrenn-ten Teile zu einer Gemeinde) im Stiche Hessen, habe ich auf Grundder detailliertesten Ansiedelungsverzeichnisse nach bestem Vermögendie Grenze gezogen, welche, abgesehen von den feinen Eckchen undZacken, das Richtige treffen wird.