14. Der Unterricht in den Nadelarbeiten.
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wird. Hierauf hält die eine Hälfte der Kinder das Garn; die andere wickelt.Nach einiger Zeit wird gewechselt. Zum Schlüsse wird von den Kindern er-fragt bez. ihnen gesagt, was man unter einem Garnfaden versteht, und dafsbeim Wickeln ein Garnknäuel entstanden ist.)
8. Das Austeilen und Zusammennehmen der Arbeiten.
(Die Lehrerin hat mit Unterstützung der Helferinnen (Schülerinnen ausden oberen Klassen) vor der Stunde ungefähr sechs Keinen von je dreimal40 Maschen gestrickt. An jeder Arbeit ist ein weifses Pappscheibchen be-festigt, das den Namen des Kindes trägt, dem die Arbeit zueigen ist. DieArbeiten jeder Bank befinden sich in einem Leinwandbeutel, der die Nummerder Bank trägt. Gut wird es sein, wenn auch jede einzelne Arbeit in einemBeutel sich befindet: sie wird sich bedeutend sauberer halten als im anderenFalle. ^amtliche Beutel mit den Arbeiten werden in Körben aufbewahrt.— Die Lehrerin oder eine Schülerin teilt nun die Arbeiten aus, indem siedie Beutel auf den ersten Platz der betreffenden Bank legt. Jede Bankoberstenimmt die Arbeiten ihrer Bank aus dem geöffneten Beutel heraus und legtsie vor sich hin. Die Lehrerin steht vor der Klasse und befiehlt: „Arbeitenausteilen — 1. 2. 3. 4. etc. V Auf „eins" fafst die erste Schülerin sämtlicheArbeiten aufser der ihrigen und legt sie auf den zweiten Platz; auf „zwei"nimmt die zweite Schülerin alle vor ihr liegenden Arbeiten mit Ausnahme derihrigen und befördert sie auf den dritten Platz etc.
Das Zusammennehmen der Arbeiten erfolgt auf den Befehl: „Arbeitensammeln — 1. 2. 3. 4. etc.!" in entsprechender Weise. Jede Bankoberstesteckt die Arbeiten ihrer Bank in den Beutel und bindet denselben zu, undzwar mul's auch das erst gezeigt werden. Die Klassenoberste oder dieLehrerin sammelt alle Beutel in die Körbe.
Die in Rede stehende Übung ist erst dann als vollendet zu betrachten,wenn das Austeilen und Zusammennehmen der Arbeiten auf den entsprechen-den Befehl schnell und sicher ausgeführt wird.)
4. Das Zum-G ebrauch-fert ig-machen und Zusammenstecken
der Arbeiten.
(Die Arbeiten sind ausgeteilt. Die Lehrerin setzt sich vor den Schuldtisch und hat ihre Arbeit vor sich. Sie kommandiert: „Arbeiten — fertig!"Dabei zieht sie die Nadel, mit welcher die Arbeit zusammengesteckt ist, herausund legt sie rechts neben die Arbeit. Darauf steckt sie die Arbeit wiederzusammen und läfst nun die Kinder einigemal kommandieren: „Arbeiten —fertig!" Hierauf läfst sie dasselbe von den Kindern ausführen, selbst kom-mandierend.
Das Zusammenstecken wird auch erst vorgemacht, natürlich öfter, weiles schwieriger ist, und zwar wieder erst unter dem Kommando der Lehrerin,dann unter dem der Kinder. Letztere machen die Übung nach. Und nunfolgt die Eintragung dieser beiden Übungen. Erst kommandiert die Lehrerin;dann geben die Kinder sich selbst den Takt an.)
5. Das Fassen und Legen der Arbeiten.(Die Arbeiten liegen zum Gebrauche fertig vor den Kindern. Die Lehrerinstellt sich vor die Klasse, derselben den Rücken zukehrend. Vor ihr auf demTische liegt ihre Arbeit, die freie Nadel rechts daneben. Sie kommandiert,die einzelnen Bewegungen selbst ausführend: „Arbeit fafst — 1. 2 3. 4!"Auf „eins" fasst sie die Arbeit mit der rechten Hand, den Faden mit derlinken. Auf „zwei" schlägt sie den Faden mehrmals von hinten nach vornum den linken Zeigefinger. Auf „drei" fa&t sie das Gearbeitete mit derlinken Hand; die Fadenmasche liegt vorn, die Nadel unter dem Daumen; derFaden ist durch den Zeigefinger gespannt. Auf „vier" fafst sie die freie Nadelmit der rechten Hand. Das wird mehrmals wiederholt. — Dann kommandierendie Kinder; die Lehrerin führt die Bewegungen aus. Darauf taktiert dieLehrerin; die Kinder arbeiten, und zwar wird erst jede Nummer für sich ge-nommen, dann alle vier zusammen. Nachdem das hinreichend geübt ist, gebendie Kinder selbst zu ihrer Arbeit den Takt an. — Die einzelnen Nummern