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EINLEITUNG ZUR REDE VOM CHERSONESOS.
bestehenden Verträgen zuwider unzählige Male sich hatte zuSchulden kommen lassen. Indem D. dieser Partei entgegentritt,ist es ihm nicht sowohl um eine persönliche Rechtfertigung desDiopeithes zu thun als vielmehr darum, die Frage auf ihre allge-meinen Beziehungen zurückzuführen. Von seinem Standpunktaus kann er ein derartiges Ereignis, das Auftreten einer Heeres-macht unter einem tüchtigen und entschlossenen Führer, nurals ein freudiges begrüfsen. Einem Gegner wie Philippos gegen-über, der die Heiligkeit der Verträge selbst nicht anerkennt, kannvon einem Friedensbruche nicht die Rede sein: im Gegenteil,die Athener müssen, sollen sie sich nicht mit gebundenen Hän-den dem Feinde freiwillig überliefern, den gebotenen Vorteilwahrnehmen, um keinen Preis die Auflösung des von Diopeithesgeworbenen Söldnerheeres gestatten, vielmehr dasselbe erhaltenund aus allen Kräften unterstützen, und selbst das ihrige thun,um den bevorstehenden Kampf um ihre Existenz mit Ehren be-stehen zu können.