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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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RÜCKBLICK AUF DIE ERSTE PHILIPPISCHE REDE. 135

Rückblick auf die erste Philippiscke Rede.

Der ersten Philippischen Rede merkt man es zunächst nichtan, dafs sie einer früheren Zeit entstammt, als die drei olynthi-schen; und für den ersten Anblick hat die von Kallimachus her-rührende Bezeichnung der Rede, als der vierten, viel Bestechen-des. Wie viel mutiger tritt doch D. hier in die Schranken für eineÄnderung der Politik Athens, für ein Aufraffen aus dem Schlen-drian, der alles Unglück verschuldet habe, wie viel rücksichtslosertadelt er das weibische Gebahren des Volkes und indirekt seinerLeiter, wie viel bestimmter, überlegter, sorgfältiger scheint erhier in seinen Forderungen! Es scheint zunächst, als hätte er sichzu dieser Rede emporgehoben nach der gelinderen, vorsichtigerenund bescheidneren Sprache der olynlhischen Reden, als hätte ernach jenen allgemeineren politischen Betrachtungen jetzt erst dieForm gefunden, nach der er gestrebt habe. Aber schwerwiegendehistorische Berechnungen weisen diese Rede in eine frühere Zeit.Es war nicht Verbitterung, sondern Feuer der Jugend, welchesihn hier eine Sprache mit dem Volke gebrauchen hiefs, die erspäter aufgab, um es zu sich heranzuziehen, und wenn er späterweniger bestimmte Forderungen stellte, wenn er weniger sorg-fältig nach- und berechnete, that er es sicher, weil es ihm spätermehr auf die grofsen Ziele ankam, weil er das Einzelne gernpreisgab oder anderen überliefs, wo es galt, die allgemeine Rich-tung zu bestimmen. Zwischen den Gedanken dieser und jenerRede sind einzelne Widersprüche, wie sie die veränderte Zeitlagegebar und entschuldigte; aber im ganzen treffen wir dieselbenrichtigen staatsmännischen Grundsätze, dieselbe Charakteristikder entscheidenden Faktoren, des Philipp und des athenischenVolkes es gehört die Kunst des D. dazu, dieselben Gedankenstets als neu erscheinen zu lassen, indem er sie bald aus der Phi-losophie, bald aus der Geschichte, bald aus den Thatsachen derZeit erzeugte. Die Disposition der Rede ist sehr schwierig. Wodie Begeisterung durchbricht, durchbricht der Redner die selbst-gezogenen Schranken. Einleitung § 1. I. Teil 212. II. wich-tigster Teil. § 1329 mit selbständiger Prothesis. III. Teil (demI. parallel) 3050. Epilog. 31.