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1 (1883) (IV.) Erste Rede gegen Philippos [u.a.] (I - III.) Olynthische Reden
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ZU DEN OLYNTHISCHEN REDEN.

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Ordnung wird nicht nur durch keine einzige der vielen Hand-schriften des D. bestätigt 4 ), sondern widerlegt sich auch durcheinen unbefangenen Blick auf Inhalt und Haltung der Redenselbst. Es würde, von vielen anderen charakteristischen Zügenabgesehen, schon die Natur der Dinge völlig umkehren heifsen,wollte man diejenige Rede, in welcher die Frage über die denOlynthiern zu leistende Hülfe als eine noch schwebende debattiertwird (1, 2 εστι δη τά γ 3 εμοι δοκονντα ιρηφίσασ&αι μενηδη την βοήθειαν u. s. w.), an das Ende, und die Reden, inwelchen diese Frage als eine längst beseitigte und die den Olyn-thiern verheifsene Hülfe zum Teil sogar als schon gewährt er-scheint, voranstellen.

3. Verhältnis der drei Reden zu den drei athenischenHülfesendungen.

Es liegt nahe zu vermuten, dafs die oben erwähnten dreiathenischen Hülfesendungen die Folge der drei Reden des Demo-sthenes gewesen seien. 5 ) Gleichwohl ist das Zusammentreffen derZahl ein rein zufälliges und in den einzelnen Reden selbst nichtsenthalten, was dieser Vermutung irgend zur Bestätigung dienenkönnte. Vielmehr wird der Zusammenhang der Reden mit denZeitereignissen anders festzustellen sein.

Emil Müller (in der Einleitung zu den olynthischen Reden7. Aufl. S. 171) ist der Ansicht, dafs auch die 2. und 3. Rede sehrbald nach Beginn des Krieges, noch ehe auf dem Kriegsschau-plätze viel geschehen, gehalten worden seien, und zwar aus dreiGründen. Erstens heifse es in beiden Reden ebenso wie in der ers-ten, dafs nun endlich die lang ersehnte Verfeindung von Olynthos

λόγω προηγονμενον καί μόνον έστί το δυνατόν, κα&αίρεαιν εχοντον Φιλίππου. Die von Dionysios beliebte Anordnung hat neuerdingswieder an C. Holzinger (Beitr. zur Erkl. des Dem. I., Prag 1856) eineneifrigen Verfechter gefunden. Siehe jedoch A. Schäfer, Dem. 2,151 ff. Beidem Urteil dieses Gelehrten werden wir uns mit Christ (Die Attikus-Ausgabedes Demosth., München 1882) beruhigen trotz Grote, Geschichte Griechen-lands VI, 246 und Unger, Zeitfolge der vier ersten Demosthenischen Reden(Stzb. d. bayer. Ak. 1880, S. 273), da sich Dionysius nur auf innere Gründestützte, welche aber von Weil widerlegt sind. 4) Auch die in denHandschriften enthaltenen, von dem Rhetor Libanios im 4. Jahrh. ver-fafsten Inhaltsangaben (νποΟ-ίσεις) der Reden halten dieselbe Reihen-folge der Reden ein wie unsere Ausgaben. 5) Diese Vermutung hätteder griechische Scholiast zu Anfang der zweiten Rede nicht als die An-sicht des Philochoros vortragen dürfen (ιστίο v δε ότι φηαίν ό Φιλό-χορος, οτι τρεις βοή&ειαι επέμφ&ησαν, καθ· έκαστον λόγον μιαςπεμπομένης, ως τής πρώτης μή ονσης ικανής).