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PROLEGOMENA.
die Bestrafung der Frevler Beschlufs gefafst werden sollte. Alsdies nach Athen gemeldet ward, erkannte D. sofort, worauf esabgesehen war, und bestimmte das Volk, diese aufserordentlicheVersammlung unbeschickt zu lassen. Auch die Thebaner bliebenaus. Die übrigen vertretenen Staaten legten den Amphissäerneine Geldbufse auf, und beschlossen, als dies nicht fruchtete, Ge-walt zu brauchen, und endlich, da auch damit nichts ausgerichtetward, übertrug man auf der nächsten ordentlichen Herbstver-sammlung Ol. 110, 2. 339 auf Antrag der makedonischen Par-tei dem eben aus Skythien zurückkehrenden Philippos die Exe-kution gegen die widerspenstigen Amphissäer. 64 ) Das war es,was dieser gewünscht hatte, als Rächer der beleidigten Gottheitberufen zu werden und unter dem Scheine des Rechts mit ge-waffneter Hand mitten im Herzen von Griechenland erscheinenzu können. Noch im Spätherbst des nämlichen Jahres rückte ermit bedeutender Macht in Phokis ein, schlug das lokrisch-atheni-sche Söldnerheer, zerstörte Amphissa und besetzte Elateia. Beiden Athenern, welche sich schon wieder in Friedenshoffnungeneingewiegt hatten, brachte diese Nachricht die äufserste Bestür-zung hervor. 65 ) Die letzte Zuflucht war jetzt Theben, das überdes Philippos Pläne enttäuscht und von ihm vernachlässigt längstschon zu Athen hinneigte und die trostlose Rolle, die es im ma-kedonischen Interesse zu spielen sich gezwungen sah, aufzugebenbereit war. Wieder war es D., der die Athener dahin brachte,dem bisher so verhafsten Nebenbuhler die Hand zu bieten. Erselbst ging als Gesandter dorthin und seiner gewaltigen Rede ge-lang es gegenüber den gleifsnerischen Verheifsungen der make-donischen Abgeordneten, die Thebaner zu gewinnen und zumAbschlufs eines Bündnisses zu vermögen. Die Athener rücktenaus und wurden in Theben wie Brüder empfangen. Ein treff-licher Geist beseelte das Heer und einige glückliche Gefechte er-höhten seinen Mut. Doch auch diese Hoffnung sollte nicht in Er-füllung gehen: die unglückliche Schlacht bei Chäroneiaam 2. Aug. 338, Ol. 110, 3, welche besonders durch die Unfähig-keit der athenischen Strategen verloren ging, gab Griechenlandvöllig in die Hände des Philippos. Über tausend Athener bedeck-ten das Schlachtfeld, gegen zweitausend wurden gefangen, dieübrigen, und mit ihnen D., der selbst den Kämpfenden sich an-geschlossen hatte, ergriffen die Flucht.
14. Es ist nicht zu verkennen, ohne D. würde das Schicksal
64) D. 18, 147 ff.
65) 16, 169 ff