Druckschrift 
Andeutungen zur Kritik der neuesten Königlich preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung : nebst d. preuß. Zoll- u. Verbrauchssteuer-Tarife
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

87

steuer besteht ss fort. Unmittelbar nach der Wiederbe-setzung jener Länder durch die Preußischen Truppen,wandten sich von allen Seiten her die Einwohner an dieCivilgouvernements, um Erleichterung der Grundsteuerbittend; doch der fortdauernde Krieg motivirte die ver-weigerte Erfüllung der Gesuche, und dennoch strömtenaus diesen Provinzen die reichsten freiwilligen Kriegsbei-träge herbei, die selbst, nach den ofsiciellen Belobungen,die kühnsten Erwartungen der höchsten Behörden über-trafen, und die noch weit ergiebiger hätten aussallenkönnen, wenn nicht Mißgriffe der verhängnißreichsten Artzu Tage gekommen wären. — Endlich wurde mitdem Jahre iZiZ ein Nachlaß in Betreff der Grundsteuerversprochen, diese Zusicherung aber sogleich wieder aufge-hoben, ehe sie noch in Wirksamkeit getreten war, alsBonaparte von Neuem in Frankreich anftrat und dieKriegesflamme anzündete. Seit dieser Zeit zahlen dieErwestphalen ununterbrochen und ohne Verminderung dieunerhörte Grundsteuer von zwanzig Prozent deS reinenErtrages, und es ist neuerlich nur die Veränderung vor-gcnommen, daß das Finanzministerium, durch ein Refcriptvom 28. April iZi8, die nach dem westfälischen Dekretevom Zi. Mai 1812., §.4., gesetzlich zulässigen Re-

*) Für die vaterländische Geschichte bleiben viele Thatsachcn,die in den Jahre» 1813, 14, 15 und iü von den Gouverne-ments, in welche der Preußische Staat getheilt war, aus-gingen, von großer Wichtigkeit und unvergesslich. Es ist einwahrer Akt der Pietät, dahin zu wirken, daß sic.nicht ver-loren gehn, sie mögen erfreulich seyn oder — nicht. —