Druckschrift 
Andeutungen zur Kritik der neuesten Königlich preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung : nebst d. preuß. Zoll- u. Verbrauchssteuer-Tarife
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

69

die zum Kuchen und au Speisen verbrauchten das Pfundum einige Pfennig theurcr oder wohlfeiler bezahlt werden.Wir finden im Preußischen Staate sehr bedeutende Wein-essig - Brauereien, die ihr bisher selbst ins Ausland häufigabgesetztes Fabrikat vorzüglich aus Rosinen verfertigten,und, wenn sic eine so hohe Steuer vom Hauptmaterialgeben sollen, für den ausländischen Debit ihre Fabrikations-Anstalten ins Ausland zu verlegen gezwungen sind. Daßbei solchen Umständen eine Verringerung des Steuersatzesvon den höchsten Behörden gern bewilligt wird, lasst sichnach der preiswürdigen Sinncsweise derselben mit Gewiß-heit vermuthen. Die Zusammenstellung der Rosinen-Be-steurrmg in dem Verhältnisse der Essig-Fabriken, undder Bcsteurung des auswärts raffinirten Zuckers im Ver-hältnisse zu den inländischen Zucker-Raffinerien, führtrecht einfach und klar zu dem Grundsatz, welchen einStaat bei der Bcsteurung zur Begünstigung- der inlän-dischen .Industrie festzuhalten hat.

Auf eine andere Seite deS Tarifs muß aufmerksamgemacht werden, indem man-hinweist auf Besteurung derMetallwaaren, oder der Glaswaaren gedenkt. DieBegünstigung der Schlesischen Hütten-Erzeugnisse hathier wohl wieder vorzüglich gewirkt; die nicht Altprcußi-schm Provinzen können ohnmöglich im Geringsten berück-sichtigt scyn. , Daß, ohngeachtet des N-eichthums deSPreußischen Staates an Metallen, das- zerstreut und ingestreckter Linie Nebeueinanderliegcu der einzelnen Län-der, auch in jenen B-esteurungssätzeu die nachtheiligstenStörungen des Handels herbeiführeu muß, ist nicht zu