Druckschrift 
Andeutungen zur Kritik der neuesten Königlich preußischen Zoll- und Verbrauchssteuer-Gesetzgebung : nebst d. preuß. Zoll- u. Verbrauchssteuer-Tarife
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen
 

44

Die Veranlassungen, wodurch das alte Steuersystemerzeugt wurde, sind langst nicht mehr vorhanden; derZustand der Städte und des Landes, worauf es gegründetwar, hat sich wesentlich verändert. Was auch die Regie-rung hierauf beschließen mochte: sic musste zunächst dieLeitung und Besteurung des Verkehrs mit dem Auslandeunabhängig von der inneren Besteurung machen, umfür diese freie Hand zu behalten, und sie nach den er-kannten Bedürfnissen des Staates unbefangen anzuordnen.Die sehr wesentlich verbesserte Begränzung des Staatesbot der Regierung die Möglichkeit dar, die Aufsicht überden äußeren Verkehr an die Gränzcn zu verlegen. DieErmäßigung der Abgabensätzc und die Erleichterung derHebeformen ist ein Versuch, den Schleichhandel minderergiebig zu machen, der erweitert werden kann, wenn derErfolg ihn bewährt. Von diesen Ansichten aus, dürftedas neue Zoll- und Verbrauchssteuer-System zunächst inden alten Provinzen (warum nur dort? Gehören dochAlle dem Gesetze an) zu würdigen seyn.

So die Staatszeitung, indem sie lichtvoll entwickelt,wie ferner die Concentrirung der Kontrolle und derSteuer-Erhebung für ausländische Maaren innerhalb eng-verschlossener Städte durch den Gang der Zeit unmöglichund unbrauchbar geworden. Nur wer völlig befangen istvon dem alten Preußischen Accisewesen, könnte in derAbwägung der Vortheile der neuen und der Nachtheileder alten Gesetzgebung noch Zweifel finden, über beideein entscheidendes Urthel auszusprechen; hierauf recht ernst-lich aufmerksam zu machen, ist aber schon deshalb rath-