ihm die demselben dann bcygelegten'Prädicate: wäßrig,geistlos nicht zu, wie cs die chemische Analyse desselbenwohl genügend widerlegt bat.
Aller Bemühungen ungeachtet, konnte ich kein Bey-spiel von Stcinerzeugnng in unserer Gegend auffindcn.In Franken aber sind die Beispiele nicht so sehr selten,wie Ritter meint, indem ich während eines vierjähri-gen Aufenthaltes in Würzburg öfters Gelegenheit hat-te, Steinkranke zu sehen, und in dem dortigen ambu-latorischen Klinikum unter der Leitung meines, leiderzu früh verstorbenen Lehrers Horsch, der selbst darangelitten hat, selbst zu behandeln. Am Rheine sindHarnsteine, obwohl selten, doch eher wie an der Moselanzntrcffen, wofür sowohl meine eigene und meinesVaters in der Heimath gemachte Beobachtungen, a!Sauch-die Mittheilungcn mehrerer rheinischer A'crztc überdie Heilkräfte des Moselweines gegen Gricßbcschwcrdcnsprechen, worunter ich nur derjenigen des würdigenArztes Oo. Wolfs d. ä. in Bonn gedenke, welcherdurch die Anwendung des jungen Moselweines, bc on-dcrS in Verbindung mit einem kohlensaurcn Mineral-wasser, Steingrieß öfters abgetrieben zu haben ver-sichert.
Die steintrcibcnde Kraft des Moselweines ist auchvon jeher schon unter den Aerztcn und dem Volke derhiesigen Gegenden hauptsächlich deshalb bekannt undberühmt, weil in denselben, weder bet) Kindern nochbey Erwachsenen, Harnsteine Vorkommen. In der Mittedes siebenzehnten Jahrhunderts rühmt schon der mehr-benannte I. Hotmann den Trarbacher Wein ans eignerErfahrung: «Dannoch ist dessen erste Tugend, womitich ihn durch eigenes Erempel trefflich begabt weiß.