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verwaltende Säure die Vcrdannngswerkzeugc belästigenkann, verdient daher in Betracht seiner vielen vortreff-lichen Eigenschaften auch als Getränk vor allen übrigenWeinen den größten Vorzug, welchen ihm noch keinFreund des Weingenuffes, der ihn von dieser Seitekennen lernte, versagen konnte.
Der strenge Diätetiker, welcher den Wein alsGetränk im Allgemeinen gänzlich verbietet (und durchdieses Verbot eben keinen ganz besondern Nutzen stiftet,indem das Volk, dem der Wein bey mäßigem Genüssemeistens wohl bekommt, ihm gar nicht glaubt), mußdaher, bey wahrer Kenntniß des guten Moselweinesder angegebenen Sorten, schon nachgiebiger werden,indem er sich in unserm Lande durch die vielfältigstenErfahrungen die vollständige Ueberzeugung verschaffenkann, daß der mit Verstand und Umsicht geregeltemäßige Genuß des Moselweines nicht die nachthciligcnWirkungen hervorbringe, welche den Wein überhauptals Getränk in einen so Übeln Ruf gesetzt haben.
Die Menge dieses zu genießenden Getränkes mußnach seiner Starke, seinem Alter, dem Jahrgange, inwelchem er erzeugt ist, nach der Constitution, dem Alter,der Lebensart, überhaupt nach der individuellen Gesund-heit des Menschen bestimmt werden. Es kann daher na-türlich dasselbe Maaß nicht für alle gelten. So vertragenLeute, die an den Wein gewöhnt sind, und solche, diebey einer regelmäßigen Lebensart starke Arbeiten mitGeist und Körper verrichte», denselben.besser, als trägeMenschen, welche unordentlich leben und sonstigen Ans-schweisuügcn ergeben sind; solche, welche durch ibrephysische und psychische Individualität mehr nachdem melancholischen und phlegmatischen Temperamente