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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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Starke, sehr geistreiche Weine, welche wenig deszu ihrer Verdauung so nothwendigen Wassers enthal-ten, stören den Verdaunngsproccß durch Ucberrcizung,besonders wenn sie anhaltend genossen werden , undsolche, die noch dabcy ein Ucbcrmaaß non Zuckcrstoffbesitzen, stimmen in Verbindung mit den Speisen dieSccrctioncn des Magens zur verwaltenden saurenAusartung um, indem in ihm alles Genossene, be-sonders was ans dem vegetabilischen Reiche abstammt,orydirt, daher eine Menge Saure aus ihnen erzeugtwird. Es ist daher sehr zu verwundern, wenn Löbcn-stcin - Löbel Portwein, Malaga, Tokayer, die Weineaus Cypcrn, vom Cap der guten Hoffnung und an-dere ähnliche zu Tischwcincn empfiehlt. Es ist ein An-deres , solche Weine als stimulircndcs Heilmittel, einAnderes, sic mit Speisen zu genießen.

Soll der Gebrauch der Tischweine keinen Schadenbringen, so genieße man sie in geringer Menge, undes gilt hier was Murray vom Weine sagt: Ono.lall vires vini -minet, conclimenn ^lotius vicibas gusmpotus perkunAl rnemerno , rnaclergte vero porsturnzirgsslsntise sinAnIsris esse. Das Maaß des Ge-nusses derselben laßt sich im Allgemeinen nicht fcstsctzen,indem die Arten der Weine unter sich, nach den Jahr-gängen und ihrem Alter verschieden sind, eine Consti-tution sie besser und in größerer Menge vertragt, alsdie andere. Das Wohlbekommcn ist auch hier wiederdie Richtschnur, welche man selten oder nie ans denAugen verlieren soll. Werden die Weine auf die beym

*) inellicsniinnin, Vol. I.