(cloliliiim tremens nach Sutton) als ausschließlichvom Trünke erzeugt, sehr merkwürdig ist *).
Der Wohlgeschmack des Weines, die erhöhten,wohlthatigen körperlichen und geistigen Gefalle undangenehme Zustande, in welche sich der Mensch Keydem nicht unmäßigen Genüsse dcö Weines vcrsc-ft fühlt,die Entladung von Lebcusiorgen und aller unangeneh-men Affecte, welche man so gerne in den Schlummerder Vergessenheit versinken möchte, der gesellig-fröhliche,scherzende, witzige und mitthcilsame Ton in angench-
*) Wenn Trinker fieberkrank werden, se dclirircn sie gewöhn-lich leichter, als andere an derselben Krankheit Leiden-de, die nüchtern gelebt hatten. Dieses Delirium ist dennnatürlich durch die vom Trünke erzeugte Anlage bedingt,indem lein Ausbruch eben so, wie das Erscheinen des inder xllrenifi8 xnr-noriiin das Hauptsnmptvm abgebenden,durch die Gewohnheit des Gehirnlcbcns, im Trnnke zudelirircn, b.günstigr wird. Eine eigene Art desselben be-merkte ich an einem vierzigjährigen, früher sehr kräftigenManne, der sich durch übermäßigen Trunk eine Abzeh-rung mit Lcberlcidcn zugczogen hatte. In den leistenWochen seines Lebens sah er sich sehr oft täglich im De-lirium von fremder Gesellschaft umgeben, mit der er sichhcrumtrcibcn mußte. Des Abends aber, wenn er zu Bettegieng, wobey sich denn immer ein heftiger Husten ein-stellte, kam es ihm fast täglich vor, als wenn er selbst inweiblicher Gestalt dreifach im Bette lüge, und mit denübrigen beyden Gesellschaftern um die Reihe herum hustenmüsse. Gegen 11 — 12 Uhr, zu welcher Zeit der Huste»gewöhnlich aufzuhören, der ebenfalls traumvolle Schlafaber sich einzustellcn pflegte, stand immer eine jener Ge-stalten auf und sagte: Jetzt hat er genug gehustet. Nunentfernten sich die beyden Gestalten und er schlief ein.Ost war er von der Wirklichkeit dieses Traumbildes soüberzeugt, daß cs mancherlcy Vorstellungen bedurfte, ihmden Wahn zu verscheuchen.