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mcr Gesellschaft, welche der Wein höher belebt, diesalles ladet so sehr, besonders Key sich darbietenderleichter Gelegenheit zu wiederholtem Genüsse ein. Da-zu kommt noch, daß bcy mäßigem Genüsse kein beson-ders hervorstechendes Ucbclbcfinden entsteht, und diegeringe Abspannung, welche der Aufregung gefolgt ist,ln dem Schlafe, zu dem sich fast immer Neigung undBcdnrfniß cinstellt, sich wiederum ausgleicht. Selbstnach einem nicht unmäßigen Rausche bleiben die nach-folgenden , unangenehmen Empfindungen meistens nichtlange zurück.
Darf man sich wundern, sagt Henke *), wennder sinnliche Mensch die Neigung empfindet, sich insolchen angenehmen Zustand öfters zu versetzen? DasSittcngcsci; selbst mißbilligt den mäßigen Genuß sinn-licher Freuden nicht, und gewiß betritt der angehendeTrinker die Trinkstube mit dem guten Vorsatze, cs nicktbis zum Rausche kommen zu lassen. Während des Ge-nusses selbst wird er nur durch Lust zum fortgesetztenSinnenkitzel, durch Zureden, Aufmunterung, Bcyspicl,Eitelkeit u. s. w. verführt weiter zu geben, als er an-fangs gewollt. Hat er den Rausch ausgescklafcn, sobereut er nicht den Genuß, sondern höckstcns das Uc-bermaaß, faßt den Vorsatz zur zukünftigen Mäßigkeit,der aber selten gehalten wird, wenn von Neuem derbenannte Anreiz zur Ucbcrtrctung wirksam wird. An-dere werden von den Vätern oder Angehörigen zumTrinken förmlich angeführt, oder cs reißt sic das Bcy-spicl der Jugendgenossen hin, welche eine Ehre darin
*) a. a. O. S. 252.