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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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ler Wein wächst, sich erstreckt. Jener ist nun auchfreylich Moselwein, allein von den aufgezählteu Sorten,welche man unter dem allgemeinen Namen Obermvsel-wein begreift, so himmelweit verschieden, wie der Jo-hannisberger von denen, welche bey Wclmich, Camp,Braubach, Lahnstein u. s. f. am Rheine wachsen. Siewerden gleichfalls unter dem Namen Moselwein, undzwar oft gar noch als Obermoselwcin verschickt, undmüssen alsdann bey dem Nichtkcnncr einen ungünstigenSchatten auf ihre edeln Brüder werfen, welchen sievermöge ihres zur Erzielmng guter Weine wenigertauglichen Bodens und anderer ungünstiger Verhältnissenie erreichen werden. Obgleich sie mitunter weinhaltigund gahrig gefunden werden, so prädominirt in ihnendoch stctS ein Ueberjchuß von Säure im unangenehmenSinne des Wortes, den selbst die besten Jabrgänge mitaller Kraft nicht ganz versüßen können. Mögen sic da-her doch für manche Classe von- Wcintrinkcrn, beson-ders für die arbeitende ein zweckmäßiges und wohlfeilesGetränk bleiben, für unsere Betrachtungen passen sienicht, und müssen deshalb, sollen jene nicht ihren Zweckverfehlen, ein für allemal mit Stillschweigen übergan-gen werden.

Viele und zwar immer die bessern Moselweine wer-den von den Wcinhandlern größerer Städte theilspur, theils mit Rheinweinen vermischt, unter letztererNamen verkauft, um leider auf Kosten ihres NufcSdurch einen höher» Prciß den kaufmännischen Beutelihrer specnlativen Sudelbraner zn bereichern. Werdensic vermischt, so geschieht dies gewöhnlich, um einenandern vielleicht tbcnrern Wein, dessen Verfall beran-naht, durch cme oft nur momentane Lebhaftigkeit und