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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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satz von starken Brandweincn geben muß *). JohannH ofman n rühmt Folgendes von der Reinheit undHaltbarkeit des Moselweines **): «Don der Anmurhig-kcit des Geruchs, welchen er von seinem natürlichenBecrgcwächs übcrkvmmt, ist schon Meldung gethan,also daß man auch hicrinncn aller Sorgfalt entübrigetlebet, und ihm keinen Geruch darf erkünsteln. Ebenso wenig fehlt es ihm an stattlichem Geschmack, welchernicht weichlich, sondern sehr dauerhaft ist: dannenheroer auch diese Tugend hat, daß er die Fahrt über Landund Wasser, sonderlich über Meer, sehr wohl kann er-tragen und ansstchen; welche Standhaftigkeit vielenandern Weinen öfters ermangelt, worzu die ein Mosel-wein seine vom Stock her beywohncndc Kraft, Starke

*) Das Haus Smaale, eine der ersten Weiiihaudluiigen inAmsterdam versendete nie pure Rheinweine nach Ost- undWcstindien, wohin fast alle Weine desselben gierigen, son-dern immer mit der Halste oder dem dritten Theile Mo-selwein vermischt. Der Rheinwein allein wurde molkigtrübe. Pur laßt sich der Moselwein noch am besten injene Weltrheile verschicken.

Der für dasselbe Haus öfters Weinladungen einneh-mende Schiffscapitan Gottlieb Jager brachte aus Ba-tavia Moselwein in Flaschen zurück, der rehr wenig vonseinen Eigenschaften cingebüßt hatte. So eben, indem ichdieses schreibe, bekommt die Hucsgen'sche Wcinhandlungin Trarbach von dem Weinhandlcr Friedrich Will).Henck in Baltimore den Auftrag, ihm eine ParthieZcltinger Moselwein vom Jahr 18 l<- in Flaschen nachNordamerika zu senden, mir dem Bemerken: daß der vondemselben Handlungshause im Junius vorigen Jabres inBaltimore erhaltene Moselwein derselben Gattung, sichvortrefflich eonservirr habe..

**) A. a. O. x. 422-