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Der Moselwein als Getränk und Heilmittel : nebst einem Anhange über den Weinhandel an der Mosel
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so fein gewürzte Gähre wie der Brauuenberger, hältsich länger, wird hingegen auch später brauchbar.

Seine Reben bestehen aus zwei Drittheilen oderwenigstens aus der Hälfte Nicßling, durch welche erebenfalls seine Berühmtheit erlangt hat. Hier findetaber ein anderer , ebenfalls aus der . Begierde vielenWein zu erhalte» , entsprungener Nachthcil Statt, dennobgleich die Weinstvcke wegen der Fettigkeit des Bodensc.was näher als an andern Orten gepflanzt werdendurften, so setzen sie die Winzer doch zu nahe an einander,wodurch sie zwar auf einem gleichen Stück Landes wohldie Hälfte mehr Wein ziehen, wie es im Braunenberg derFast ist, allein hieraus auch wieder der andere Fehlerentstand, daß die Stöcke zu hoch gezogen wurden, weilsie wegen der Zusammendrängung unten wenige odergar keine Trauben bekommen, die nur oben in der Höhewachsen, daher die Regel: daß je näher die Traubeam Boden reife, desto bester der Wein werde, hierganz und gar zu Grunde geht.

Der Wein von Pisport hat von allen Moselwei-nen die wenigsten Hefen , weil man hier die Trauben,che sie getreten werden, zuerst einmal auf der Kelterpreßt, dann erst durch Treten zerquetscht, und nachdiesem endlich ganz auskeltert.

3. Die drey Orte Zeltin gen, Wehlen undGraach bauen ihre Weinberge am rechten Moselnferauf einem einzigen Berge, dessen Länge eine starkeStunde beträgt. Von diesem zieht rm Allgemeinen Zel-tingen den besten Wein.

Der Zeltinger hat vor Allen die angenehmsteSchiefergähr, und obgleich er sich öliger und fetter aufden Lippen schmecken läßt, als viele andere, so besiizi