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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Wieder sass ich im Sattel, und weiter sauste das-Stahlross mit mir vor dem Winde daher. Ebendachte ich darüber nach, wie schön es wohl wäre,wenn der Radfahrer immer so bequem und sicherwie hier vorwärts käme, als die Maschine in einender genannten wasserreichen Abflusskanäle hinein-schoss, dessen Boden nicht trug. Mit aller Wuchtbohrten sich die Räder bis an die Axen in demschlammigen Sande fest, und in demselben Augen-blicke war ich aus dem Sattel geschleudert und flogim Bogen über die Lenkstange der Länge nach indas salzige Nass. Zufälligerweise verirrte sich geradenoch der letzte Rest einer mächtigen Welle in meinRuhebett, und so lag ich vom Hals bis zu denZehen in dem nassen Elemente. Ich kann nichtbehaupten, dass ich mich in diesem unfreiwilligenBade unbehaglich fühlte, im Gegenteil, ich mussteüber mich und meines Rades Situation lachen. Aneiner günstigeren Stelle hätte ich allerdings auchnicht stürzen können, als hier in den samtweichenSand. Die flatternden Möven schienen sich köstlichüber mich zu amüsieren; welches Vergnügen würdewürde es aber erst meinen Freunden bereitet haben, wennsie mich in dieser Lage hätten photographierenkönnen! Dieses Bild wäre zweifellos noch zugkräftigergewesen als ein solches vom Albula-Passe, wo ichsehweisstriefend, mein Rad auf der Schulter, zur Hohewanderte.

Eine Weile dauerte es, bis ich mich und dieMaschine aus dem schlammigen Sande herausarbeitenkonnte. Wie vorauszusehen war, hatte das Vehikelnicht den geringsten Schaden genommen. Unheim-lich knisterten allerdings Kette und Kugellager unterdem Einflüsse des feinen Sandes, der sich darinangesammelt hatte, aber das hinderte mich nicht,