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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Bleiern lagen dunkle "Wolken über dem Dorfe,als wir die Fenstervorhänge zurüekschlugen, und einfeiner Regen rieselte unaufhörlich hernieder. Aberwir Hessen deshalb den Mut nicht sinken, sondern.musizierten zum Zeitvertreib nach dem trefflichenFrühstück in allen Tonarten, wobei uns ein ver-stimmtes Klavier und eine krächzende Geige, so gutes ging, dienen mussten.

Als der Regen gegen 10 Uhr nachgelassen batte,beglichen wir unsere Rechnung, die in Summa füruns beide einschliesslich zweier Flaschen trefflichenWeines nur 7 Mark betrug, was im Verhältnis zudemvon uns Verzehrten ein wahrer Spottpreis war. Er-freut darüber, dass wir gestern unsere Zuflucht hier-her genommen, fuhren wir nach Coblenz zurück undbrachten unsere Maschinen, denen wir den Spassverdankten, an sicherer Stelle unter.

Zuerst lenkten wir unsere Schritte dem Kheinezu. uni das majestätische Denkmal am DeutschenEck, auf der Landspitze zwischen Rhein und Mosel,in Augenschein zu nehmen. Das schöne Bauwerkwurde in den Jahren 1S95 97 nach dem Entwürfeder Professoren Schmitz und Hundriescr in Berlinausgeführt. Das Monument wirkt überwältigenddurchseine Dimensionen und durch den vornehmen Ernstder plastischen Formen, es ist wohl eines der gross-artigsten auf dem Gontinent. Eine 45 m breiteTreppe führt zu der zwei Meter höher gelegenen"V orderterrasse empor, ln dem vorderen Abschlussdes Unterbaues befindet sich ein Relief, welches einenKönigsaar darstellt, der seine Schwingen schützendüber Menschen breitet, die ängstlich vor einer Hydrafliehen. Das Reiterstandbild ist 14 m hoch. DerKaiser trägt Generalsuniform und Helm mit Feder-busch. Neben dem Monarchen schreitet ein Genius,