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Bald sass ich wiederum im Sattel und mich ein-stüudiger Fahrt langte ich endlich an meinem Ziele,in Heilhronn, au. Unverzüglich lenkte ich meineSchritte zu dem altberühmten, auch durch Goethe’s„Götz von Berlichingen“ weithin bekannten Rats-keller, wo meiner eine Flasche köstlichen, perlendenNeckarweines harrte. Heilbronn hat 34000 Ein-wohner und liegt 155 m über dem Meere. DieGründung der Stadt datiert aus dem VIII. Jahrhundert.Ein Konglomerat der verschiedensten Baustile ist dieHauptkirche St. Kilian, die ein kunstvolles Sakra-mentshäuschen und zahlreiche andere Sehenswürdig-keiten enthält. Vor dem 1540 erbauten Rathausebefindet sich das Standbild des Naturforschers Job.Roh. von Mayer, der 1814 hier geboren wurde. Das.Haus, in dem das durch Kleist’s Dichtung unsterb-lich gewordene „Kilthchen von Heilbronn“ der Sagenach gewohnt hat-, steht auf dem Markte. DasDeutschordenshaus, in der nach ihm benanntenStrasse, ist eine traurige Berühmtheit. In seinenMauern besiegelte Oxenstierna im Jahre 1633 mitden schwäbischen Ständen den Heilbronner Vertrag, derdie Fortsetzung des 30 jährigen Krieges heraufbeschwor,wodurch unser deutsches Land bis in seine Grundfestenerschüttert und fast zu Grunde gerichtet wurde.
1 )er nächste Morgen brachte unfreundliches Nebel-wetter, was mir um so unangenehmer war, als icheine der schönsten Strecken meiner Reise, das lieb-liche Neckarthal, vor mir hatte. Die Strasse vonHeilbronn bis Heidelberg ist fast durchweg eben undgut gedeckt. Mit Windeseile sauste ich an denSchloten von Neckarsulm vorbei nach Kochendorfund Jagstfeld mit der berühmten Saline. Weitergeht die Fahrt in das sich immer schöner entfaltende,,sagenumwobene Thal hinein neckarabwärts.