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Meter lauge und 10—15 ni breite Felsenburg, deren"Wände mehr als hundert Meter senkrecht in dieHölie steigen und oben so nahe zusammentreten,dass nur hin und wieder ein winziges Fleckchen desH immels sichtbar wird. Überwältigend ist der Eindruck,den dieser riesenhafte, von der Natur errichtete Felsen-tempel auf den Beschauer ausübt. Ein geheimnis-volles Halbdunkel herrscht in dem weiten Baume;zu unsern Füssen wälzt die ungestüme Tamina ihreweissen Wogen tosend von Fels zu Fels und erzeugtdurch den aufsteigenden Gischt eine an heissen Tagenwohlthuende Kühle.
Angesichts dieser überwältigenden Natur wird sichder Mensch seiner Kleinheit so recht bewusst; eingeringer Weil des durch irgend einen Zufall in derHöhe losgelösten Gesteins, würde ihn in einemAugenblicke zermalmen, er ist im Verhältnis zu denDimensionen dieser Felsgebilde weiter nichts als einarmer 'Wurm, wie wir ihn auf unsern Spaziergängenachtlos zertreten. In demselben Augenblicke aber,in dem wir uns unsere physische Ohnmacht vergegen-wärtigen, gedenken wir auch des Menschengeistes,der Titanenhaftes geschaffen, dem wir alles verdanken,was wir errungen, die Herrschaft über den Erdball,die Erkenntnis und Fesselung unversiegbarer Natur-gewalten und seihst den Späherblick in die UngeheuernWeiten des Weltenraumes.
Am Ende der Taminaschluclit befindet sich ineiner dampferfüllten Höhle die heisse Quelle, welcheden Bädern das heilkräftige Wasser spendet.
Um von Bad Pfäfers denselben Weg nach Bagaznicht wieder zurückgehen zu müssen, stieg ich denbequemen Fusspfad hinter dem Badehause hinanzur „Naturbrücke“. Diese Brücke ist insofern eineNaturbrücke, als die Taminaschluclit an dieser Stelle« 24