Strasse zum Himmel, hier und dort sind Schneefeldersichtbar; unten in der wilden Schlucht wälzt dieAlbula ihre grau schimmernden Fluten zu Thale.Stellenweise ist die Strasse in die steile Felswandeingehauen und führt in einer Höhe von mehrerenhundert Metern über der Thalsohle hinweg. Wennan einer solchen Stelle dem Radfahrer bei der fastunvermeidlichen Schnelligkeit der Fahrt ein Unfallzustösst oder die Maschine zerbricht, dann ist er inden meisten Fällen rettungslos verloren, mit zermalmtenGliedern wird er tief unten in der Schlucht ein Grabzwischen Felsen finden.
Von Bergiin ah wird die Scenerie lieblicher;herrliche dunkle Nadelholzwälder ziehen sich an densteilen Abhängen dahin. Durch den wildromantischenBergüner Stein, eine tiefe Felsschlucht, fuhr ich nachFilisur, einem freundlichen, von einer alten Burgruineüberragten Dorfe. Da die Strasse von dort aus nachTielenkastell und über die Höhe von Alvascheinnach Tliusis an den Rhein sehr schlecht ist, zog ichdie Route über Lenzerheide nach Churwaiden undChur der ersteren vor. Viel Freude bereitet diesedem Radler allerdings auch nicht, da er gezwungenist, das Rad stundenlang über Lenz bis zur Höhevon 1511 m nach Parpan hinauf zu drücken.Von dort ab geht es dann auf einer Strecke von13 km auf die Höhe von 590 m hinab nach Chur-walden, Malix und Chur. Fast hören und sehenvergeht dem Radler bei dieser Fahrt von Parpannach Chur, und er kann sich freuen, wenn er diesesGefälle von 921 m auf einer Strecke von 13 kmglücklich überstanden hat.
Endlich Avar ich denn wieder im Thale, imschönen, gesegneten Rheinthale. Dankbar betrachteteich meine Maschine, die ihren Zweck so ganz erfüllt