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hinein; die Donau trägt bei hohem Wasserstandeinnerhalb 24 Stunden 2 500 000 t Sand in dasSchwarze Meer, und der Mississippi lagert alljährlich25 Millionen Kubikmeter Sedimente im MexicanischenMeerbusen ab. Unsere Berge sind, nach diesen Er-scheinungen zu urteilen, nur winzige Beste einstiger,gewaltiger Hochplateaus, in denen das Wasser im Laufeder verschiedenen geologischen Zeitepochen Thäler,und mit ihnen die mächtigen Flüsse gebildet hat.Nach den Berechnungen bedeutender Geologen wirddas gesamte Festland der Erde, wenn die Ab-schwemmung in gleichem Masse wie bisheran fort-dauert, nach Verlauf von 4—5 Millionen Jahren ebenund auf das Niveau des Meeres hinabgesunken sein.
Innerhalb weniger Stunden kam ich auf guter,sanft ansteigender Strasse durch Novate und mehrereandere kleine Dörfer nach Chiavenna, auf der Höhevon 320 m an. Als ich durch die Hauptstrasse aufder Suche nach dem trefflichen Hotel Conradi indas Städtchen einfuhr, staunte mich die hoffnungsvolleStrassenjugend mit offenem Munde an und rief mirjubelnd nach: „Un Africano, Signor ö Africano!“d. h. zu deutsch soviel, als ob ich aus der Gardedes Negus von Abessinien oder aus sonst einerdunkeln Ecke des Sudan exportiert worden sei. Dassdurch wochenlanges Radfahren in der glühendenSonne meine Gesichtsfarbe, die ohnehin eher aufeinen Südländer als auf den Germanen schliessenlässt, ganz erheblich ins dunkle hinüber spielte, willich gerne zugeben, aber dass gerade diese schwarz-äugigen, braunen Italiener mich für einen Africanerhielten, das konnte ich nicht begreifen, darüber mussteich herzlich lachen.
Chiavenna, d. h. Chiave d’Italia oder „SchlüsselItaliens“ ist eine alte Stadt mit 5000 Einwohnern,
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