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die Umgehung, die eine Fülle der schönsten undlohnendsten Ausflugsziele aufweist.
Als die Mittagsstunde längst geschlagen hatte,,setzte ich meine Fahrt auf der sehr schönen Strasse,,die am Ostufer des Sees dahinläuft, fort, und ichmuss gestehen, dass die ganze ca. 65 km lange-Strecke von Lecco nach Chiavenna eine der aller-schönsten und interessantesten ist, die ich auf meinerganzen Reise befahren. Die Scenerie hietet fast vonKilometer zu Kilometer ein neues farbenprächtiges.Bild. Bald läuft die Strasse an einer hohen steilenFelswand, in die sie eingehauen ist, dahin, baldführt sie durch malerische Tunnels, die, trocken undhell, dem Radfahrer kein Hindernis entgegenstellen,bald streift sie grüne Matten und wilde Fels-labyrinthe, Olivenwälder, Kastanienhaine und üppige.Rebengelände. Durch mehrere freundliche OrtschaftenMandello, Olcio und andere ging die Fahrt zumFusse des 2400 m hohen Monte Grigna und nachVarenna, einem lebhaften Städtchen mit dem schönenWasserfall des Varennabaches, reizenden Gärten undeiner Burgruine. Von dort aus fuhr ich noch einigeKilometer weiter bis nach Bellano, wo ich die drittegrössere Pause des heutigen Tages machte. Hierhatte ich von der Terrasse eines hoch gelegenen Hotelsaus Gelegenheit den See weithin zu überblicken.
Viele Reisende halten den Corner See wegen derhohen Berge, die ihn umgehen und wegen seinerlieblichen, blaugrünen Farbe für den schönsten derOber-italienischen Seen. Er ist 48 km lang undzwischen Menaggio und Bellano 3'/ 2 km breit. Diebedeutendste Tiefe beträgt 410 m. Der See teiltsich bei Bellagio in zwei Teile; der östliche Arm,,dem die wilde Adda entströmt, heisst, wie bereits-angeführt, Lago di Lecco, und der westliche, der keinen