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acceptierte der ..Herr Kapellmeister“, und gleich darauferklang die wohlbekannte Melodie, die für uns Deutschegleichsam ein Nationalgut geworden ist. Doch wasfür ein Umschwung trat plötzlich in der Stimmungder den weiten .Raum füllenden Gäste ein? Tliatunsere Musik hier ein Wunder? Soeben ohrenzer-reissender Lärm und jetzt fast atemlose Stille undgespannte Aufmerksamkeit an sämtlichen Tischen. AllerAugen waren den Musikanten zugewandt. Die Er-klärung für diese Erscheinung liegt nahe, es war derZauber Wagnerscher Musik, das Erbe eines Genius,das hier mit unwiderstehlicher Gewalt die Herzenbestrickte. Die hochweisen Zeitungsscribenten, dieseiner Zeit Richard Wagner und seine herrlichenTonwerke in den Kot hinabzerrten, hätten errötenmüssen, wenn sie Zeugen der sich hier offenbarendenKritik unbefangener, schlichter Menschen hätten seinkönnen. Es war eine Freude für mich, demallei’dings nicht einwandfreien Vortrag des Stückeszu lauschen und zu sehen, mit welcher Andacht dieZuhörer jedem Takte desselben folgten. Mittlerweilewar es spät geworden, und in dem .Mewusstsein, einensehr vergnügten Abend verlebt zu halten, schied ichvon meinen Begleitern und suchte mein Hotel auf.
Am nächsten Morgen nahm ich Genua und seinezahlreichen Sehenswürdigkeiten etwas näher in Augen-schein, nachdem ich mir von meinem Wirte den Blauzu einem Rundgange durch die Stadt hatte zusammen-stellen lassen. Genua, italienisch Genova, wegen derprächtigen Marmorpaläste „la Superba“ genannt, hatfast eine Viertel Million Einwohner, ist starke Festungund Sitz eines Erzbischofs und einer Universität.Die Stadt hat eine bewegte, aber unter dem Secier-messer der Geschichtsforschung, wenig ruhmvoll er-scheinende Vergangenheit hinter sich. Geachtet waren