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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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1 .öl --

Trotz aller dieser ungünstigen Umstände war ichbald wieder in Monte Carlo, wo ich ein wenig aus-ruhte. Dann fuhr ich mit neuen Kräften nach dem10 km von hier entfernten Orte Mentone über dasCapo Martino weiter und bald hatte ich auch dieseGebirgspartie hinter mir.

Mentone zählt 10000 Einwohner, gehörte früherzu Monaco und stand später als freie Stadt unterdem Schutze des Königs von Sardinien; seit demJahre 1861 ist Mentone französisch. Der Ort erfreutsich einer sehr geschützten Lage an dem weiten nachihm benannten Golfe. Die Durchschnitts-Temperaturbeträgt im Winter 10° Celsius. Orangen und Citronengedeihen hier so vortrefflich, dass der jährliche Ertragan diesen Früchten f)ü Millionen Stück annähernderreicht. Die Stadt an und für sich bietet ausserprächtigen Hotels und Privatbauten nicht viel, dasschönste ist die Promenade du Midi, die sich an derBucht bis zum Cap Martin hinzieht. An diesescldiesst sich im Osten die Phmienade de Garavan,auf der ich meinen Weg nach der französischenGrenzstation fortsetzte. Hier liess ich mir den hinter-legten Zoll zurückzahlen und drückte mein Kad, dasnun um die Zierde der französischen Plombe ärmergeworden war, den steilen Berg hinauf zum italienischenZollamte. Dort wurde mein Zollschein visiert unddie italienische Plombe geprüft. Nach Erledigungdieser hochwichtigen Angelegenheit entliess man michin Gnaden, so dass ich nun bis zur Schweizergrenzcvon allen Zollplackereien verschont bliel). Von derHöhe des von den Italienern befestigten und strategischwichtigen Berges, dessen Scheitelpunkt die Grenzebildet, fuhr ich in schnellem Tempo zu Thale unddann wieder hoch hinauf über den Felsen von Mortolanach Ventimiglia, dem alten Albintimilium der Börner.