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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
Entstehung
Seite
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zählte, in dem Tanzsaale dieses Gasthauses hei derKatastrophe in Scherben gegangen sein. Auf Bretternund Balken kann man die Erdmassen überschreiten,ich musste ja auch mein Rad hinüberführen, und dieBewohnei der Häuser hatten ihre Habseiigkeiten teilsüber die Bretter, teils früher in Sicherheit bringenkönnen, da das Erdreich schon einige Tage in Bewegungwar, ehe es die Wohnungen erreichte. Bäume undfeste Steinhäuser blieben grösstenteils auf ihrem Platze,waren jedoch fast ganz im Schlamm vergraben.

Wenn man sich im Hochgebirge befindet, undstündlich, ja jeden Augenblick sieht, wie hier einFelsstück, dort Geröll ins Thal hinabfällt, so kannman sich des Gedankens nicht entwehren, dass nachvielen Tausend Jahren alle Berge der Erde ver-schwinden müssen. Zu denselben kommt nichtshinzu, aber fortwährend schälen sich mehr oderwenigen' grosse Stücke von ihnen, los. Ebenso ist esmit den Gletschern, die Zusehens im Laufe der Jahreimmer mehr zurücktreten. Wann dieser Zersetzungs-prozess jedoch sein Ende erreicht haben wird, könnenwir nicht ermessen, man muss dabei mit Ungeheuern Zeit-epochen, mit geologischen J ahrtau senden rechnen. Es istdie stete Bewegung der Materie, die unsere Erde nichtzur Buhe kommen lässt. Alles arbeitet in und aufderselben solange, bis einstens ihre Kraft verbrauchtsein wird, oder ihr Lebensnerv, der ausserhalb ihresBereiches liegt, gewaltsam zerschnitten wird. Dannvielleicht erstarrt die jetzt so blühende Mutter allesLebenden zu einem toten Chaos, ein Himmelskörperwie unser Mond wird von dem winzigen Pünktchen,das wir Erde nennen, im AVeltall übrig bleiben, wohlauf immer erkaltet, vergessen und verloren!

In Brienz traf ich mehrere Radfahrer aus Nancy,mit denen ich, da mittlerweile Regen eingetreten war,