Turbinen-System beruht, einmal vorhanden, dannkostet der Betrieb im Vergleich zum Gewinn anKraft und Licht kaum noch Nennenswertes. Umfang-reiche industrielle Werke werden in der Schweiz,z. B. am Rhein, an der Aare, an der Limath undan andern Flüssen ausschliesslich durch Elektrizitätgetrieben. Die Schweizer Flüsse haben vor denjenigen,die im Mittelgebirge entspringen ausser andern nochden Vorzug, dass sie nie versiegen. Im Winter sorgtder Kegen in den Thälern und die Quellen für ge-nügende Speisung und im Sommer sind die Gletscherdie wasserspendenden Wohlthäter.
Schönes Wetter hatte ich auch heute wieder undfrohen Mutes fuhr ich mit schwachem Rückenwindder Bundeshauptstadt zu, die ich gegen 1 Uhr nach-mittags erreichte. Ich hatte also den 75 km weiten V eg;von Aarau nach Beim in ungefähr 6 Stunden ohneweitere Störung und mühelos zurückgelegt.
Bern liegt 538 m hoch, hat 53 000 Einwohner,,ist Hauptstadt des gleichnamigen Kantons und Bundes-stadt der schweizerischen Eidgenossenschaft. Daselbstbefindet sich eine im Jahre 1834 gestiftete Universitätmit ca. 600 Studenten und das Centralbureau des-Weltpostvereins. Die Lage der Stadt ist in höchstemGrade malerisch. Auf einer, von der 35 m tieferfliessenden Aare gebildeten Halbinsel erbaut, bietetBern manches Interessante und Oharacteristische. Ichfuhr, vom Postgebäude ausgehend, durch die Neuen-gasse nach der Markt-, Kram- und Gerechtigkeits-gasse uud über die Nydeck-Brücke zum Bärengrabeu,.einer der Hauptcuriositäten der Stadt. In diesemGraben führt Meister Petz mit seiner Familie einfriedliches, beschauliches Leben, und die Kampeist fast zu jeder Stunde des Tages mit Neugierigendicht besetzt. Die genannten „Gassen“ sind für Bern,