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Von der Nordsee bis zum Mittelmeer : eine Ferienreise auf dem Rade ; Zugleich praktisches Reisehandbuch für Radfahrer
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Interessantes und deshalb beschloss ich bald weiterzu fahren, um noch an demselben Abend die SchweizerGrenze zu erreichen. Aber die Hitze hatte ihrenHöhepunkt erreicht und ich war infolge dessen undder anstrengenden Fusstour von dem Kamme derVogesen herab so müde geworden, dass ich es vorzog,den .Rest meines heutigen Pensums, noch ca. 30 km, mitder Eisenbahn zurückzulegen. Die Vernunft gehtdoch über das stolze Gefühl, die ganze Reise mit demRade zurückgelegt zu haben. Übrigens dachte ichauch, da es gerade Sonntag war, an die Möglichkeit,dass man mich mit meiner Maschine, wie es beispiels-weise an der belgischen Grenze der Fall ist, ohnePlombe überhaupt nicht auf der Landstrasse in dieSchweiz hineinlassen könnte. Nach einstiindiger Bahn-fahrt kam ich in Basel an, wartete geduldig, bis alleMitreisenden am Zollamte abgefertigt waren, und batdann um Plombirung des Rades und um einen Freischein,der 10 V 2 Francs kostet. Nüttels dieses Scheines undder Plombe kann man für die Dauer eines Jahresdie Schweizer Grenze nach allen Seiten hin über-schreiten; d. h. jedesmal muss der Schein jedoch vonder Zollbehörde des Grenzortes visiert werden; denhinterlegten Zollbetrag erhält man zurück, wenn mandas Land innerhalb der im Freischeine bezeichnetenFrist definitiv verlässt. Die Mitglieder des Touring-Clubund anderer Radfahrervereinigungen haben nur ihreLegitimation vorzuzeigen, Geld dagegen nicht zudeponieren. Hier war ich also bald glücklich fertigund fuhr in die Stadt hinein, wo ich im Hotel abstieg.

Basel liegt mit 90 000 Einwohnern, von denen140 Millionäre sind, zu beiden Seiten des Rheines,der hier einen grossen Bogen von Osten nach Nordenbeschreibt, und ist Hauptstadt des gleichnamigenschweizerischen Cantons. Die Stadt macht auf den